Verfasst von: Seemädel | 29. August 2017

Affenberg (und ein bisschen Radolfzell)

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Von Unter-Uhldingen aus ging es dann die paar Kilometer zum Affenberg, wo es außer den Berberaffen aber auch noch ein Damwildgehege und einen kleinen See sowie Unmengen an Störchen gibt. Für mich sind Störche zwar nichts sooo besonderes, weil es auch in Böhringen jede Menge davon gibt, aber sie sind natürlich trotzdem immer wieder faszinierend :-)

Die Bilder habe ich ohne Blitz gemacht (stand zwar nirgends, dass man es muss, aber ich fand es für die Tiere besser), entsprechend hat teilweise natürlich die Qualität gelitten.

Am Eingang bekommt man eine Handvoll Popcorn, das man den Tieren, die am Weg auf den Stangen sitzen, in die Hand geben darf.


Manche nahmen aber auch einfach die Bänke.

Und wir haben uns dann auch noch eine Fütterung angeschaut, wo es noch dazu jede Menge Informationen zu den Tieren und dem Affenberg gab.

Gelegentlich sahen wir auch Affen auf den Bäumen, die meisten waren während unseres Besuchs aber auf dem Boden.

Mama Affe mit Baby und ein weiterer Affe, der mit dem Baumstamm spielt wie mein Bruder und ich früher mit dem Schornstein mitten im Wohnzimmer^^


Zwei Filme von den beiden habe ich auch (liegen bei Dropbox): der Kleine beim Spielen und mit Mama

Und am Ende sahen wir nochmal eine Affenkleinfamilie, von der wir uns kaum losreißen konnten: Film 1 und Film 2

Zurück in Radolfzell haben wir noch eine kleine Runde über den Abendmarkt gedreht und uns zum Abendessen Fischknusperle (Zander) mit Kartoffelsalat bzw. ein „Zeller Abendbrot“ (gebratenes Felchen auf Brot) geholt. Da uns der Marktplatz zu voll war, sind wir in den Stadtgarten ausgewandert, bevor wir noch kurz am See waren.

Wie eine Bekannte schon gesagt hatte, ist ein äußerst schlechtes Mückenjahr – ich habe keine 10 Stiche in 12 Tagen bekommen. Ohne Autan und trotz Aufenthalten an höchst gefährlichen Plätzen wie unserem Stadtgarten und trotz dass ich in der ganzen Zeit höchstens 5 Mücken erschlagen habe… ein Aufenthalt dort für das jährliche Stadtgartenkonzert mit dem Flöten inspirierte mich vor Jahren zu einem Artikel mit dem Titel Großangriff. Und das nicht ohne Grund.
Wobei die Stiche dieses Jahr auch „normale“ Stiche waren und wohl nicht von Bodenseeschnaken stammten, sondern eher von „normalen“ Mücken.

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Verfasst von: Seemädel | 29. August 2017

Pfahlbauten und Reptilienhaus

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Der Donnerstag spielte sich im Umkreis von Unter-Uhldingen und Salem ab. (Der Affenberg bekommt aber einen eigenen Beitrag.)

Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstop an der Birnau gemacht, wo wir auf einem Mäuerchen auch unser mitgebrachtes Frühstück verzehrt haben. Drinnen waren wir natürlich auch und im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Menschen haben wir uns an das Fotografierverbot gehalten…

Dann haben wir uns auf einem vollen Parkplatz mit vielen anderen Autos gequetscht und sind die eigentlich gar nicht lange, aber bei gefühlter Gluthitze doch etwas anstrengende Strecke zu den Pfahlbauten gegangen.
Dort kommt man zuerst in eine recht gut gemachte multimediale Erlebniswelt, wo man „abtaucht“ und dabei einiges über die Pfahlbauten und die Forschungen daran erfährt. Nach ein paar Räumen wird wieder „aufgetaucht“ und ein Führer sagt ein paar einleitende Worte, bevor man sich selbst auf Entdeckungstour macht. Es gibt aber viele Beschriftungen und immer wieder auch Mitarbeiter in den einzelnen Häusern, die Dinge erklären und zeigen. Fotografieren in den Häusern ist verboten, daher gibt es hier nur ein Bild von draußen zu sehen.

Pfahlbauten

Pfahlbauten

Da unser Mittagessen im Auto war und wir keine sonderliche Lust auf längere Spaziergänge verspürten (es war wie gesagt heiß und auch der Muskelkater von der Säntistour war noch recht ausgeprägt…), es am Parkplatz aber eigentlich keine Picknickmöglichkeit gab, haben wir uns dann einfach auf dem Grünstreifen zwischen zwei Reihen geparkter Autos niedergelassen^^

Das Reptilienhaus ist praktischerweise direkt am Parkplatz, da mussten wir also nicht weit gehen.

Die Bilder sind nicht sooo toll geworden, da man (verständlicherweise) nicht blitzen durfte und natürlich auch (meistens^^) die Scheibe dazwischen war. Und irgendwie habe ich vergessen, die Schilder an den Terrarien zu fotografieren… das mache ich sonst eigentlich immer. Somit weiß ich bei den meisten Tieren nicht mehr, was es war.

Etwas erstaunt waren wir ja über den längeren Freigang, der dem Königspython gestattet wurde. Ich habe ihn dann auch mal angefasst, er fühlt sich aber eigentlich nicht anders an als die Äskulapnatter aus unserem „Unizoo“ in Konstanz, die ich im Rahmen der zoologischen Bestimmungsübungen vor etlichen Jahren mal auf dem Arm hatte. Er ist halt nur wesentlich größer, länger und dicker^^

Es gab aber natürlich noch mehr Schlangen.

Und dann Echsen aller Art – Geckos, Warane, Leguane… und Schildkröten.


Ein Exemplar hatte offenbar eine besonders innige Beziehung zur Wand, die es unbedingt hochkommen wollte^^: Film (bei Dropbox)
Und hier bewegt sich jemand eifrig durch’s Terrarium (Film bei Dropbox): on Tour

Verfasst von: Seemädel | 28. August 2017

Uni Konstanz und Meersburg

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Am Mittwoch waren wir zuerst in Konstanz an der Uni. Ich habe meiner Freundin die Bibliothek gezeigt und ihr Kommentar war „Warum kann man nur mein Fach hier nicht studieren“. Allein die Öffnungszeiten sind nach wie vor so unglaublich viel toller als in Lübeck – die eingeschränkten Ferienöffnungszeiten übertreffen nach wie vor bei weitem die regulären Öffnungszeiten in Lübeck. Hier ist momentan an den Wochenenden zum Beispiel komplett zu…

Dann waren wir in der Mensa zum Mittagessen mit Seeblick.
Als nächstes stand der „Zoo“ auf dem Programm, in dem wir uns so lange aufhielten, dass wir den botanischen Garten leider streichen/ aufs nächste Mal verschieben mussten^^
Früher war ich oft dort, wenn ich Zeit überbrücken musste. Auch wenn es im Sinne von „ich möchte etwas schaffen“ definitiv nicht der beste Platz war, denn dort gab und gibt es einfach zu viel Ablenkung. Vor allem die Mäuse und die Minischildkröten könnte ich stundenlang beobachten. Wie die Zwergmäuse auf den Halmen rumturnen und schlafen, finde ich ja immer wieder faszinierend.

Danach sind wir mit einem Umstieg am Tannenhof zur Fähre und mit dieser nach Meersburg gefahren.


Dort gingen wir recht zügig zur Burg, wo wir das Glück hatten, dass als letzte Kurzführung des Tages eine Turmführung angeboten wurde – auch wenn dank Muskelkater das Treppensteigen (vor allem abwärts) anstrengend war und nicht allzu schnell voranging^^ Aber man hatte eine tolle Aussicht von da oben!
Bilder vom Besuch der Meersburg gibt es zwar, aber ich darf sie leider nicht veröffentlichen.

Danach bummelten wir aber noch durch die Stadt und am See entlang.

Meersburg steckt für mich wie die Mainau voller Kindheitserinnerungen, da meine Großeltern bis in meine Grundschulzeit hinein in Stetten bei Meersburg wohnten. Oft ging ich mit Oma durch die Weinberge zum Freibad runter (manchmal fuhren wir aber auch Bus) und dann ging es in unsere Lieblingseisdiele für einen Erdbeerbecher oder unser Lieblingscafé für Apfelstrudel mit Vanilleeis/ -soße und Sahne. Letzteres gibt es sogar noch, es ist das Café Gross. Leider waren wir aber so spät am Nachmittag unterwegs, dass wir da nicht mehr reingehen konnte.
Zurück nach Stetten holte uns dann Opa meist ab oder wir sind mit dem Bus gefahren.
Das Rote Tor fand ich auch immer klasse und gerade frage ich mich, wo eigentlich das 1000-Teile-Puzzle vom Roten Tor abgeblieben ist, das ich bei meinen Großeltern hatte. Muss ich wohl mal in den ganzen Kisten suchen gehen.

In der beginnenden Abenddämmerung fuhren wir dann zurück nach Konstanz, mit dem Bus in die Stadt und mit dem Zug nach Radolfzell.

Verfasst von: Seemädel | 28. August 2017

Säntis

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Dienstag waren wir am Säntis. Wir sind mit der Säntisbahn hochgefahren und wollten dann zu Fuß zur Schwägalp zurückgehen. Dass es für die Knie andersherum besser gewesen wäre, ist klar, aber meine Kondition hätte dafür definitiv nicht gereicht *rotwerd*. Am nächsten Tag konnte ich mich dann kaum bewegen und der Muskelkater brauchte fast eine Woche, bis er weg war^^ Außerdem habe ich mir vermutlich irgendwie die Innenbänder am Knie etwas überdehnt, aber nach einer Woche war der Spuk dann zum Glück vorbei.

Nicht eingeplant war allerdings eine Extrarunde mit der Bahn… denn mein Wanderstiefel löste sich auf. Er hatte minimale Risse, aber nachdem es trocken sein sollte, hatte ich beschlossen, dass ich es riskiere, weil er einfach deutlich besser passt als Mamas Wanderstiefel. Tja, kaum waren wir oben und schauten uns auf der Aussichtsterrasse etwas um, begann ich schwarze Gummibröckelspuren zu hinterlassen… es war sehr schnell klar, dass ich mit diesen Schuhen definitiv nicht mehr weit komme. Dank des netten Menschen an der Bergstation durften wir dann noch einmal runter- und wieder hochfahren, um Mamas Wanderstiefel aus dem Auto zu holen, die wir vorsorglich mitgenommen hatten. Ich kam mit ihnen dann auch ganz gut klar, sie waren halt deutlich schwerer als meine und etwas zu groß. Blasenpflaster auf der Ferse und eine enge Schnürung ermöglichten aber recht gutes Gehen. Nur die dicken Blasen, die ich am Abend unter den großen Zehen entdeckte, hatte ich nicht ganz vorhergesehen. Vermutlich kamen sie daher, dass ich im doch etwas zu langen Schuh hin- und hergerutscht bin. Und das Kunststück, mir beim Schnüren eine Blase genau am Übergang von einem Fingerglied zum nächsten zu holen, war natürlich auch eine Meisterleistung.

in Auflösung begriffener Wanderstiefel

in Auflösung begriffener Wanderstiefel

Es war mit Sicherheit die „alpinste“ Strecke, die ich je gegangen bin, und zwischendurch war ich schon mal versucht, aufzugeben. Also genauer gesagt: Ich hätte gerne aufgegeben, nur gab es die Option nicht^^ Also musste ich durchhalten und am Ende habe ich mich natürlich schon sehr gefreut, dass ich es geschafft habe.

An der Bergstation sahen wir jede Menge Alpendohlen ohne jede Scheu vor den Menschen.
Besonders die Stellen, wo gegessen wurde, hatten es ihnen natürlich angetan… zum Beispiel die Restaurantterrasse. Eine Person hielt ihnen einen Teller mit Krümeln hin. Ein anderer kam auf die Idee, eine lange Pommes in den Mund zu nehmen und sie anzubieten. Das Angebot wurde tatsächlich angenommen und die Kinder, die dabei waren, riefen begeistert „Nochmal!“^^ Was ich sehr praktisch fand, denn beim zweiten Versuch hatte ich dann die Kamera in Stellung gebracht.

Von oben und auch auf dem Weg gab es natürlich immer wieder tolle Aussichten.


Leider war es etwas diesig, aber laut Wettervorhersage war der Dienstag immer noch am günstigsten und so haben wir ihn genommen. Gegen Ende wurde es dann noch diesiger und schlussendlich begann die Säntisspitze, sich in Wolken zu hüllen. Hin und wieder sah man auch Schneereste.

Faszinierend finde ich immer wieder, was alles an Pflanzen in noch so karger Landschaft wächst.


Leider hatten wir kein Bestimmungsbuch dabei, wobei es auch zeitlich schwierig geworden wäre, alles zu bestimmen. Durch die Verzögerung wegen der Schuhe waren wir schon deutlich später losgekommen und wir waren auch nicht die schnellsten. Da nicht ganz klar war, ob das Wetter hält, war ich irgendwann schon sehr bestrebt, voranzukommen. (Das Timing war perfekt: Als wir an der Talstation von der Toilette zurück zum Auto gingen, um nach Hause zu fahren, fielen die ersten Tropfen.)
Pflanzen nur wegen der Bestimmung abzurupfen, finde ich blöd, zumal ich bei mir unbekannten Pflanzen ja auch nicht weiß, ob ich das überhaupt darf oder ob sie geschützt sind. Also hoffte ich auf eine Bestimmung mittels Bild, aber dafür reichen die meisten Bilder dann doch nicht. Außerdem ist mein Bestimmungsbuch gerade noch bei meinen Eltern (das darf mit diversen anderen Dingen per Paket reisen ;-)) und mit der ebook-Version, die ich mir mittlerweile gekauft habe, stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Daher steht nicht bei allen Pflanzen was dran bzw. es ist ein Fragezeichen dahinter. Auch wenn das die Biologin in mir natürlich etwas ärgert… wobei ich mit gelben Korbblütlern schon immer so meine Probleme hatte – es gibt einfach zu viele^^
Was es in rauhen Mengen gab: Alpenkratzdisteln (Und Hummeln. Und Schmetterlinge.)

Der Weg war wie gesagt schon recht herausfordernd. Am Anfang sehr steil, aber mit Seilen und Tritthilfen. Später meist gar nicht mehr so steil, aber teilweise am Hang oder etwas versteckt („es sieht nach einem Pfad aus, aber das da rechts irgendwie auch… was ist der Weg?“)^^ Am anstrengendsten fand ich aber, dass über weite Strecken der Weg quasi auf Schotter bestand. So musste man fast immer sehr auf der Hut sein, nicht zu rutschen. (Am Ende legte ich mich dann noch in einen Kuhfladen, aber daran war nicht der Schotter schuld…)

Ein paar letzte Impressionen:

Verfasst von: Seemädel | 27. August 2017

Mainau

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Auf der Mainau war ich in den letzten 10-15 Jahren nicht mehr so oft.
Als Kind war ich häufiger und so gibt es natürlich für mich jede Menge Kindheitserinnerungen – der Spielplatz war immer der große Hit (mittlerweile ist er komplett anders als früher, aber immer noch klasse), ebenso die daneben liegende Modelleisenbahnanlage. Aber auch das Schmetterlingshaus, das irgendwann in der Zeit gebaut wurde, war immer eine Attraktion. Außerdem der Kuchen in der Schwedenschenke oder manchmal die Anreise per Schiff, meist mit Oma. Und die Pfaue (ich glaube, ich habe mal locker ein Dutzend Bilder oder mehr von einem radschlagenden Pfau gemacht^^). Faszinierend fand ich auch meine erste Begegnung mit einer Blindschleiche.
Für die Blumen konnte man mich damals noch nicht ganz so begeistern, mit einer Ausnahme: Wenn sie zu Figuren gepflanzt waren, insbesondere der Pfau und die Entenfamilie sowie der Bodensee hatten es mir angetan. Und die große Treppe mit den Blumen und dem Wasser fand ich auch immer toll.

Wie auf einer Insel im Bodensee nicht anders zu erwarten war, sahen wir natürlich jede Menge Wasservögel – schon beim Weg auf die Mainau, aber auch während der Spaziergänge und Pausen auf der Mainau.


Als wir abends zurückgingen, konnten wir vor der Brücke eine Schwanenfamilie beobachten. Es gab vier Jungtiere, wobei drei eng beieinander saßen und teilweise zu dösen schienen, teilweise auch noch etwas am Putzen waren, der vierte aber eine kleine Extrashow ablieferte. Irgendwann hatte Nr. 4 genug davon und spazierte einfach zum See und schwamm davon. Es folgte erst – aber nicht direkt – ein Elternteil, dann irgendwann das zweite. Die anderen drei Jungschwäne wurden allmählich auch wieder munterer und irgendwann schwamm dann die ganze Familie wieder auf dem See.

Die Schwäne habe ich teilweise auch gefilmt (Links führen zu Dropbox):
Film 1 und Film 2

Natürlich waren das nicht die einzigen Tiere. Es gibt auch außerhalb des Schmetterlingshauses jede Menge Insekten, es summte nur so. Außerdem sah ich auch wieder Eidechsen – eine hatte offenbar eine Feindbegegnung, zumindest ist ihr Schwanz recht kurz.

Pfeifen- und Lampenputzergras und ähnliche Gräser haben es mir auch schon länger angetan, vor allem wenn Tropfen an ihnen glitzern oder die Beleuchtung besonders ist.

Natürlich habe ich auch ein paar ganz „normale“ Blumenfotos gemacht ;-)

Die Mainau hat 2017 das Jahresmotto „Insel x Palme²“. Fand ich als Mathematikerin natürlich klasse^^ Auf der ganzen Insel gibt es einige Exponate, zum Beispiel auch eine Tafel zum Försterdreieck, mit dem man die Höhe von Bäumen schätzen kann. Außerdem war im Schloss gerade die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ (Wanderausstellung vom Mathematikum in Gießen), die ich mir natürlich unbedingt ansehen musste. Und es gab an einigen Stellen Tafeln mit Rekorden aus dem Pflanzenreich. Wusstet ihr, dass es eine Tomatenpflanze gibt, die binnen eines Jahres über 32000 Früchte trug?
Nicht direkt zum Jahresmotto gehört die Blumenuhr nach Linné. Die „Uhr“ ist so angelegt, dass man an der Pflanze, die gerade die Blüten geöffnet hat, die Uhrzeit erkennen kann.

Rund ums Schloss gibt es Palmen und diverse Sukkulenten, aber auch den Rosengarten.
Kalanchoe werde ich nie vergessen, nachdem wir im Bio-Studium einige Exemplare ziemlich quälen mussten – sie wurden bei verschiedenen Temperaturen sowie im Dunkeln und Hellen gelagert und immer mal wieder mussten wir Blätter absäbeln und den pH-Wert bestimmen *g*. War allerdings eine ganz anders aussehende Art.

Schöne Aussichten auf den See und das Umland gibt es natürlich auch immer wieder. Das Wetter war toll, wodurch es natürlich ziemlich voll war, aber es war wirklich ein echtes „Sommer am See“-Wetter. Und wenn man sich auskennt und ein bisschen antizyklisch geht, lassen sich auch die schlimmsten Menschenmassen weitgehend vermeiden.

Die letzte Galerie hat jetzt so ein paar verschiedene Inhalte. Der über den Weg gewachsene Baum faszinierte mich schon immer. Und schaut die Sonnenblume nicht wirklich etwas traurig? Unter den ganzen Flaschenkürbissen konnte man durchgehen. Einer war eingeritzt und andere wurden zum Schaukeln gebracht… ich weiß ja nicht, ob ihnen das so gut tut… Das Schild in der Kapuzinerkresse ist offenbar ein nicht ganz aktuelles Standardschild, es besagt nämlich „Beete bitte nicht betreten! Hier sind Blumenzwiebeln gepflanzt“ – allerdings sind die Samen von Kapuzinerkresse keine Zwiebeln, die sehen eher aus wie vertrocknete Erbsen ;-)

Verfasst von: Seemädel | 27. August 2017

Urlaub in der Rhön und am Bodensee

Diesen Sommer habe ich ein paar Tage in der Rhön verbracht und war dann bei meinen Eltern – allerdings eine Woche der Zeit zusammen mit einer Freundin, und wir waren dann mal so richtig touristisch unterwegs :-)

Montag waren wir auf der Mainau, Dienstag auf dem Säntis, Mittwoch an der Uni (Bibliothek, Mensa, Lehrsammlung = „Zoo“) und dann in Meersburg, Donnerstag in Unter-Uhldingen bei den Pfahlbauten und im Reptilienhaus sowie in Salem beim Affenberg, Freitag im Sealife und auf dem Untersee und Samstag dann im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen und dort auch am See.
Und natürlich sind dabei auch ziemlich viele Bilder entstanden ;-)
Wir hatten die Bodensee-Erlebniskarte (Landratten für 7 Tage). Für nicht einmal 60€ mussten wir außer dem Eintritt auf der Mainau bei keiner der besuchten Attraktionen extra bezahlen. Ich habe es mal durchgerechnet, wir haben mit der Karte circa 20€ gespart – und das, obwohl ich einberechnet habe, dass wir zum Teil noch als Studentinnen den ermäßigten Preis gezahlt hätten. Meist ist die Studenten-Ermäßigung nicht allzu viel, aber bei der Säntisbahn hätten wir tatsächlich nur die Hälfte der 45 Franken zahlen müssen. Für jemanden, der keine derartige Ermäßigung mehr bekommt, lohnt sich die Karte also erst recht.
Wir hatten allerdings dann auch beschlossen, dieses Mal vor allem auch „teure“ Dinge zu unternehmen und günstigere oder kostenlose Aktionen wie Wandern am Hohentwiel oder in der Wutachschlucht eher auf ein anderes Mal zu vertagen.
Was ich mir noch wünschen würde: Dass es bei allen (größeren) Attraktionen eine Art Schnellkasse o.ä. gibt, wenn man die Karte schon hat… außer beim Säntis musste sie überall zumindest einmal gescannt und freigeschaltet bzw. gegen eine eigene Eintrittskarte umgetauscht werden. Außer im Sealife habe ich nirgends eine Extraschlange dafür entdecken können. Das war teilweise echt nervig, ganz besonders im Zeppelinmuseum.

Bis auf den Tag in Konstanz und Meersburg waren wir mit dem Auto unterwegs.

Länger Bahn gefahren bin ich natürlich auch, allerdings war das zwar manchmal etwas „interessant“, aber mehr oder weniger harmlos. Zumindest, nachdem ich eine – wenn auch fast 2 Stunden längere – Alternative gefunden hatte, mit der ich das Chaos bei Rastatt von vornherein weiträumig umfahren konnte.

Zuerst war ich also in der Rhön.
Zwei Abende waren wir im Schwimmbad Triamare in Bad Neustadt, das Hallen- und Freibad kombiniert – ein wirklich tolles Bad, sehr zu empfehlen! Es gibt draußen ein riesiges Nichtschwimmerbecken mit ein paar kleineren Rutschen, ein großes Schwimmerbecken sowie einen Sprungturm. Drinnen gibt es ein warmes Becken, das zum Teil auch nach außen führt, eine große Rutsche sowie ein weiteres (kleineres) Schwimmerbecken und einen Whirlpool. Kleinkindbereiche sind natürlich auch vorhanden. Außerdem gibt es wohl eine Saunalandschaft und Wellnessangebote, aber mangels Interesse habe ich mir diesen Bereich nicht näher angeschaut. Ich bin schon immer froh, wenn man noch ein Schwimmbad (insbesondere Hallenbad) findet, das nicht nur ein Schwimmerbecken hat oder aber ein Wellnessbad ist… Ich schwimme gerne, aber ein paar Rutschen dürfen auch gerne da sein :-).
Da wir abends da waren, war es angenehm leer.

Ansonsten haben wir noch Kartoffelkäfer eingesammelt, wobei wir hierfür erst einmal die Pflanzen unter dem Unkraut suchen mussten, das mal wieder rasant gewachsen war. Ich habe jetzt ein paar neue Lieblingspflanzen… sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich leicht aus der Erde ziehen lassen, analog haben sich ein einige Pflanzen durch gegenteilige Eigenschaften meine Abneigung erarbeitet^^.
Spazieren waren wir natürlich auch manchmal, aber ich habe dieses Mal kaum Fotos gemacht.

etwas bräunlicher Dorfweiher

etwas bräunlicher Dorfweiher

Verfasst von: Seemädel | 4. August 2017

Was die Bahn besser macht als der Lübecker Stadtverkehr

Vor kurzem schaute ich eine Verbindung mit dem Bus zum Bahnhof nach. Alles soweit normal.
Wegen einer Baustelle nahe der Uni hatte ich aber auch die Informationsseite der Stadt angesehen (nachdem ich sie mal gefunden hatte…)

Dabei fiel mir auf, dass auch ein Stück der Busstrecke an dem Tag komplett dicht sein wird.
Ich habe daraufhin dann beim Servicecenter nachgefragt und das Ergebnis und v. a. die Begründung hat mich ziemlich geplättet…

Ich: „Wie sieht es denn am Wochenende mit den Bussen aus, da ist ja die Sperrung am Lindenteller.“
Er: „Ja, die fahren.“
[Danke. Das habe ich mir fast gedacht…]
Ich: „Und wie ist das mit der Fahrzeit.“
Er: „Die Busse fahren normal zum ZOB.“
Ich: „Also kommen die Busse irgendwie an der Baustelle vorbei?“
Er: (weiß ich nicht mehr, aber nichts, was mir weiterhalf)
Ich: „Und wie ist das dann mit der Fahrzeit?“
Er: „Na ja, je nach Verkehr, sie fahren ja über …“
Ich: „Ok, also doch möglicherweise länger. Ich war nur erstaunt, weil im Internet die ganz normale Fahrzeit angegeben ist.“
Er: „Wir können ja nicht jedes Mal den Fahrplan ändern.“
Ich (nach kurzer Sprachlosigkeit): „Also die Bahn kriegt das hin.“
Er: „Ja, die Baaaaaaahn… da fallen ja auch ständig Bäume auf die Oberleitung.“
Ich: „Das mag ja sein, aber wenigstens werden dort baustellenbedingte Fahrplanänderungen angezeigt und drauf hingewiesen, dass es zu einer längeren Fahrzeit kommen kann.“
Er: (fängt an, irgendwas zu erzählen)
Ich (möglichst höflich, aber ich hatte es etwas eilig und es warteten auch schon andere Leute): „Tschüß.“

Jetzt mal ernsthaft: Dem Stadtverkehr (oder nah.sh?) ist es nicht möglich, wenigstens eine Warnung bei den betroffenen Linien einzublenden? Also etwas in der Art „auf Grund einer baustellenbedingten Umleitung kann es zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu … Minuten kommen“ oder dergleichen? Wenn man es schon nicht direkt einpflegt, wäre das doch das mindeste.
Man findet lediglich unter „Beeinträchtigungen im Linienverkehr“ einen Hinweis auf die Umleitung. Aber keinerlei Information, wie sich das in etwa auf die Fahrzeit auswirken wird. Mal davon abgesehen, dass ich bislang ganz naiv davon ausging, dass wie bei der Bahn auch bei der Abfrage über die Fahrplanauskunft ein Hinweis erscheint.
Ich weiß jetzt also, dass dem anders als bei der DB nicht so ist. Dabei ist mir die DB im Kontext mit Kommunikation in der Vergangenheit ja durchaus auch nicht immer positiv aufgefallen. Aber das können sie definitiv besser als unser Stadtverkehr Lübeck.

Verfasst von: Seemädel | 2. Mai 2017

Verwirrspiel und Baden-Baden

Nun, worum könnte es wohl gehen?^^
Ja richtig, um die letzte Fahrt des Seemädels vom hohen Norden der Republik an den heimischen Bodensee (im März).

„Das könnte interessant werden“, war mein Gedanke in Hamburg – denn als ich auf den Bahnsteig kam, stand brav „Chur“ dran. Dann änderte sich die Anzeige auf Karlsruhe als Zugziel, wobei im Laufband stand „Halt in Chur entfällt“. Zwischen Karlsruhe und Chur gibt es allerdings etliche weitere Bahnhöfe, unter anderem meinen Umsteigebahnhof Baden-Baden“.
Als Ansage auf dem Bahnsteig kam dann noch „Zug fährt bis Basel, dort wird er ausgetauscht“.
Der Navigator sagte was von „technische Störung am Zug“.
Die Angabe von 1-2 Minuten Verspätung im Navigator hielt sich hartnäckig und sorgte für die nötige Spannung bei mir, denn Baden-Baden ist ja immer ein etwas knapper Umstieg. Eigentlich waren wir nämlich pünktlich und ich begann schon zu hoffen, dass es in Baden-Baden mit dem Umstieg klappen könnte. Leider zerschlug sich diese Hoffnung in Mannheim, als wir wegen „Polizeieinsatz im Zug“ nicht loskamen.

Interessant fand ich die Prioritäten bei den Ansagen im Zug: Die Tatsache, dass der Zug in Basel ausgetauscht wird, wurde zwischen Hamburg Hbf und Baden-Baden genau null Mal angesagt (während selbstverständlich fleißig auf das kulinarische Angebot vom Bordrestaurant hingewiesen wurde, auch Ausstiege etc. wurden angesagt – funktioniert hat die Technik also ;-)).
Auf der Anzeige im Zug stand im „Kleingedruckten“ immerhin, dass der Halt Chur entfällt…

Auf jeden Fall durfte ich somit mal wieder den großen Bahnhof in Baden-Baden genießen. Dieses Mal fand ich es eigentlich gar nicht so schlimm – es war noch hell, die Sonne schien (von der hätte ich sonst an dem Tag gar nichts gehabt^^) und es gab gleich mehrere freie WLAN-Netze zur Auswahl :-)

Ein paar Impressionen von meinem unfreiwilligen Aufenthalt in Baden-Baden:

Verfasst von: Seemädel | 5. Januar 2017

Seemädel fuhr mal wieder Bahn

28.12.2016:
Seemädel macht sich auf den Weg zu einer Silvesterfreizeit. Wegen recht spätem Fahrkartenkauf gab es weder Sparpreise noch die Hin- und Rückfahrt für 2000 BC-Punkte. Die Hin- und Rückfahrt für 3000 BC-Punkte gab es aber noch und so fährt das Seemädel ausnahmsweise mal 1. Klasse. (Das bedeutet aber auch: Bei einer Verspätung wird es wohl keine finanzielle Entschädigung geben.)

10 min vor geplantem Losgehen zum Bus: Thunderbird teilt mit, dass eine neue Mail eingetroffen ist. Seemädel liegt gut in der Zeit und verschiebt daher das Ausschalten des PCs noch einen Augenblick, um nachzusehen. Seemädel ist wenig erfreut ob des Betreffs „Verspätungsalarm“. Seemädel ist noch weniger begeistert, was den Inhalt angeht: Zug 1 der Verbindung fällt aus.

9 min vor geplantem Losgehen zum Bus: Nach einer kurzen Schrecksekunde beschließt Seemädel, dass „Lossprinten und dadurch einen Bus und einen Zug früher erwischen“ eine nicht gänzlich unrealistische Option ist.
(Es bleibt keine Zeit, nachzusehen, ob der Zug davor überhaupt fährt).

1 min nach geplantem Losgehen zum Bus: Seemädel sitzt japsend im Bus und schaut nach, ob der frühere Zug fährt. Dies soll der Fall sein (=> wohl nicht wieder ein Baum, sondern was mit diesem einen Zug). Seemädel beginnt zu hoffen.

30 min vor geplanter Abfahrt in Lübeck Hbf: Seemädel sitzt im Zug und stellt fest, dass man sich an Bahnfahren in der 1. Klasse durchaus gewöhnen kann. Seemädel plant, sich auf die Suche nach dem viel besungenen Goldesel zu machen.

24 min vor geplanter Abfahrt in Lübeck Hbf: Mit 1 min Verspätung fährt der Zug los.

23 min vor geplanter Abfahrt in Lübeck Hbf = 1 min nach faktischer Abfahrt: Der Zug bleibt wieder stehen. Es gibt keine Ansage. Seemädel fürchtet, dass vielleicht doch ein Baum im Gleis liegt o.ä., denn die Angaben im Internet waren ja schon Montag nur teilweise korrekt.
Aber nach wenigen Minuten geht es weiter.

15 min später: Es kommt die Durchsage, dass wir wegen eines verspäteten Eurocity 7 min Verspätung haben. Seemädel sieht das gelassen, da es ja ohnehin in einem früheren Zug als geplant sitzt.
Der Schaffner kommt durch und hat es offenbar eilig. (Vermutlich hätte ich ihm auch ein Onlineticket von Singen nach Stuttgart im Juli 2009 hinhalten können und er hätte es nicht gemerkt, so flüchtig war der Blick.) Schade, Seemädel hätte gerne mal gefragt, was dem anderen Zug eigentlich zugestoßen ist. Selbiger Zug stand übrigens mit „Nicht einsteigen“ in Reinfeld.

2 min vor ursprünglich geplanter Ankunft in Hamburg: Die Ankunft des Zugs wird mit 20 min Verspätung, Gleiswechsel und Begründung „technische Störung“ angesagt. Offenbar hat er in Reinfeld umgedreht.

Und kurz darauf saß das Seemädel dann gemütlich im ICE und alles ging dann glatt :-)

Die Freizeit war schön und auch die Rückfahrt völlig unspektakulär – zwischenzeitlich mal ein paar Minuten Verspätung, die aber spätestens nach einem geplanten Aufenthalt in Hannover wieder weg waren.

Verfasst von: Seemädel | 27. Dezember 2016

Seemädel, ein Baum und die Bahn

Gestern war das Seemädel mit seinen Eltern in Kiel zwecks Besuch der besten Freundin und deren Familie. Als Nina sich mit einer Warnung vor Orkanböen meldete, beschloss das Seemädel, dass es wohl besser wäre, die Zugverbindung im Blick zu behalten. Was sich als keine schlechte Idee erwies, nur dass leider auf der Seite der Bahn nicht so ganz klar wurde, ob der Baum eigentlich noch da liegt oder schon beseitigt ist… so war das ganze immer mal wieder etwas spannend:

(müsste natürlich 21.40 Uhr heißen, da hab ich mich verschrieben)

(Irgendwie hatte der DB-Navigator nicht mitbekommen, dass die Verspätung mittlerweile bei 50 Minuten lag und nicht mehr bei 20-25 Minuten. So wurde ich gegen 22.10 Uhr an den Ausstieg erinnert, aber Minuten später war dann auch beim Navigator angekommen, dass das noch eine halbe Stunde dauern würde.)

(Meine Freundin und ich hatten gerade als Dauer-Email-Betreff (wegen immer wieder drauf antworten) „Erlebnisreisen Deutsche Bahn“, weil ihre Mutter da auch so eine hübsche Odyssee hatte^^)

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