Verfasst von: Seemädel | 8. Juli 2015

Bahn (15b) – mal wieder das Wetter

Mein Optimismus bzgl. einer halbwegs pünktlichen Ankunft war also schon leicht gedämpft, obwohl ich den ICE bekommen hatte.

Er verkroch sich dann in eine Ecke, als wir mal wieder mitten in der Pampa stehenblieben und eine Durchsage kam:
„Auf Grund von Unwettern kommt es zu sehr großen Verspätungen im Zugverkehr. Wann wir in Göttingen ankommen, kann ich leider nicht sagen.“
Auch die kurz darauf folgende Ansage „Auf Grund von Bäumen im Gleisbett ist die Strecke voll gesperrt“ lockte ihn verständlicherweise nicht wieder aus der Ecke hervor. Ich wunderte mich gestern bei Facebook schon, dass überhaupt noch Bäume an den Gleisen stehen, so oft wie welche auf Gleisen oder Oberleitungen rumliegen. Ökonomischer Vorschlag eines Kommentators dort: Die Bahn könnte doch die Bäume abholzen und an die Möbel-Schweden verkaufen^^

Schließlich ging es bis Göttingen weiter, hinter Göttingen hieß es, dass wir nach Hannover einen „kleinen Umweg fahren“. Bis dahin hatten wir dann schon ca. 1 Stunde Verspätung.
Auf der weiteren Fahrt schaute ich irgendwann mal aus dem Fenster, um zu sehen, wo wir gerade sind, und wunderte mich doch sehr: Verden(Aller)? Von einer weiteren Umleitung wurde doch gar nichts gesagt… Mein Sitznachbar meinte: „Ist doch nett von der Bahn, so viele Kilometer mehr für’s gleiche Geld.“
Irgendwann kamen wir mit 90 Minuten Verspätung in Hamburg an (zu der Zeit hätten wir schon längst in Lübeck sein sollen), was sich auch bis Lübeck nicht mehr groß änderte.

Insgesamt war ich jetzt nicht sonderlich gestresst, nachdem ich mal im durchgehenden Zug war – Motto „solange er bis zum Ziel weiterfährt, ist alles gut“. Ich hatte ja so halb damit gerechnet, in Würzburg den Anschluss zu verpassen, womit ich um 23.16 Uhr statt 21.43 Uhr angekommen wäre. Mit der 90-minütigen Verspätung war die Zeit also fast gleich^^
Einziges Problem: Ich war bei der Ankunft in Lübeck allmählich halb verhungert, weil ich damit gerechnet hatte, bei einer größeren Verspätung in Schweinfurt, Würzburg und/ oder Hamburg mehr als genug Zeit zum Essen besorgen zu haben…

Die Lübecker Taxifahrer dürften gejubelt haben, ich bezweifle, dass sonst dermaßen viele Leute Sonntag Abend Taxi fahren *g*. Zumal wohl auch ein paar längere Fahrten dabei waren, die die Bahn sponsern durfte.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Bahn wollte offenbar mal wieder meine Haushaltskasse entlasten 🙂
Nachdem ich dieses Jahr schon zwei „Premieren“ hatte (1. nicht nur eine, sondern zwei Stunden Verspätung sowie 2. Taxigutschein), bin ich mal gespannt, was noch so kommt. Es heißt ja „aller guten Dinge sind drei“… aber man könnte natürlich das erste Mal, dass ich in einem Zug saß, der es alleine auf 90 Minuten Verspätung brachte zählen. Oder das dritte Erlebnis könnte ein Taxigutschein sein, den ich auch einsetzen kann…

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