Verfasst von: Seemädel | 3. Januar 2015

Bahn (11) – Grundregeln für Bahnreisende

Mal wieder ein Beitrag zur Bahn, passend zur Serie vom August 2013, zu der es hier eine Übersicht gibt.

Aus der Beobachtung der lieben Mitreisenden bei zahlreichen Bahnfahrten abgeleitet…

  1. Der beste Aufenthaltsort auf dem Bahnteig ist direkt vor der Tür,damit man auch als erster einsteigen kann. Dass dann keiner mehr aussteigen kann, ist zweitrangig.
  2. Der beste Aufenthaltsort im Zug ist direkt im Eingangsbereich.
  3. Es ist verboten, den ersten und letzten Wagen zu nutzen, selbst wenn dort die Hälfte der Plätze frei ist, während man in den mittleren Waggons dich gedrängt im Gang steht.
    (Dass die meisten Fahrgäste diese Regel beachten, finde ich wirklich nett *g*.)
  4. Es ist verboten, mehr als eine Tür des Zuges zum Einsteigen zu nutzen.
  5. Wenn man erst ganz knapp vor der Abfahrt ankommt, sollte man mindestens 3 Waggons am Zug entlangrennen, bevor man einsteigt. Diese Regel gilt insbesondere für Züge, durch die man vom Anfang bis zum Ende durchgehen kann.
  6. Für die Sauberkeit der Toiletten ist ausschließlich das Reinigungspersonal verantwortlich. Man kann sie also hinterlassen, wie man möchte.
  7. Müll darf nicht in die Müllbehältnisse entsorgt werden (so erspart man dem Reinigungspersonal auch das Leeren ebendieser).
  8. Speise- und Getränkereste bitte einfach da lassen, vielleicht hat der nächste Reisende ja Hunger.
  9. Das Rauchverbot gilt nicht in den Toiletten und auch nicht für Fußballfans sowie für nicht näher bestimmte weitere Personen.
  10. mp3-Player sollten grundsätzlich so laut eingestellt werden, dass mindestens der halbe Wagen mithören kann – schließlich wollen auch andere etwas von der Musik haben und können bei mehreren Mitreisenden mit mp3-Playern sogar ganz ungeahnte Mischungen entdecken.
  11. Damit auf dem glatten Boden keiner ausrutscht, sollten Bierreste einfach ausgeschüttet werden, um den Boden klebriger zu machen. Gratis dazu gibt es eine besondere Duftnote für den Waggon.
  12. Der Schaffner ist an allem schuld, egal ob sich um Türstörungen, Polizeieinsätze im Gleis, Zugverspätungen oder die Fahrpreise handelt. Ergo kann man ihn bedenkenlos und unter Missachtung sämtlicher Manieren anmotzen.
  13. Je älter ein Fahrgast ist, umso weniger Höflichkeit wird von ihm erwartet. Dies gilt insbesondere für Männer.
  14. Sind bei einem abfahrbereiten Zug die Türen bereits geschlossen, öffnet man sie einfach mit Gewalt. Für daraus resultierende Verspätungen ist selbstverständlich gemäß Punkt 12 der Schaffner verantwortlich und entsprechend zu behandeln.
  15. Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrädern nehmen nur unnötig Platz weg. Es ist daher nicht erforderlich, im Mehrzweckabteil Platz für sie zu schaffen.
  16. Wenn es noch freie Sitzplätze – idealerweise sogar komplett freie Zweier- oder Viererbänke – gibt, ist der einzig geeignete Sitzplatz im ganzen Waggon der, für den ein anderer Reisender seinen Koffer oder Rucksack umständlich irgendwo anders (wo eigentlich?!?!?) als auf dem freien Nebensitz verstauen muss.
  17. Duschen und Deo werden vollkommen überbewertet – das kann man sich im Stress vor einer langen Bahnfahrt wirklich sparen.
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Responses

  1. Hi. einfach nur schön wahr. Etwas fehlt noch: Döner sind als Speise einfach Pflicht, denn die riechen kaum. Karsten – Ein Pendler

    • Oh ja… wobei es eigentlich auch reicht, ihn direkt vor der Fahrt zu essen. Insbesondere in Kombination mit den Regeln 9 und 17 wichtig.


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