Verfasst von: Seemädel | 7. August 2013

Bahn (8) – Die Waggons

Da gibt es ja auch sehr viele verschiedene. Aus meiner Kindheit erinnere ich mich vage an die cremegelb-blauen Züge mit den dunkelroten(?) Polstersitzen in den Abteilen, die man nach vorne ziehen konnte, sodass eine Liegefläche für ein kleines Kind entstand. Den letzten Waggon dieser Art habe ich Ende der 90er gesehn, aber wie einige Artikel zuvor erwähnt, bin ich vor einiger Zeit in einem ähnlichen Exemplar gefahren.
Dann gab es die IR-Züge mit den großzügigen Großraumabteilen und Abteilen und den beiden klappbaren Sitzen , auf die anfangs mein Bruder gar nicht konnte, weil er zu leicht war. Und dem kleinen erhöhten „Kindersitz“ am Fenster, wo Kind oder zumindest Teddy sitzen konnte. (Wir hatten für unsere Teddys übrigens solche Tragen, wie man sie für Babys hat, sodass jeder seinen Teddy vorm Bauch hatte :-). Hatte Oma für uns selbst genäht :-D).
Die ICEs, die damals noch was ganz neues waren, und in den älteren Generationen die Kopfhörersteckplätze und Fußstützen hatten.
Der dauerverspätete RE, mit dem ich oft zur Schule fuhr, bestand noch aus den auch damals kaum noch genutzten „Silberlinge“ mit den roten Plastiksitzen – die Waggons sind wohl schon noch im Einsatz, aber mit anderer Innenausstattung.
Allmählich kamen Steuerwagen und Triebköpfe in Mode, es musste nicht mehr die Lok in Frankfurt, Stuttgart oder Kassel Hbf umgespannt werden. (Auch Kassel-Wilhelmshöhe kam erst später.)
Dann tauchten die Neigetechnikzüge auf und mir wurde im Cisalpino so furchtbar schlecht – eigentlich kenn ich das nur von Autofahrten. Aber auch ein gestandener Bahnfahrer meinte, ihm würde im CIS immer schlecht… die deutschen Neigetechnik-ICEs fand ich nie so schlimm.
Im Nahverkehr sind einige IREs im Süden Neigetechnikzüge, da geht es – aber sie sind furchtbar laut…
Innen gab es eine Zeitlang viel türkis, zu der Zeit waren im Nahverkehr bei mir in der Region nur einige RBs mit orangenen (und steinharten…) Sitzen ausgestattet.
Im Fernverkehr ging der Trend zunehmend von Abteil zu Großraum, im Nahverkehr hatte das schon sehr viel früher begonnen.

Ein Problem in vielen Zügen: Gepäck… wer hat denn schon Gepäck, wenn er reist.
In den Fernverkehrszügen geht es noch, wobei bei einem vollbesetzten Zug auch dort die Ablagen nicht ausreichen. Wenn es nur „über Kopf“-Ablagen gibt, dann passen richtig große Koffer auch gar nicht unbedingt hin. Glück hat man, wenn es noch ein paar eingebaute Ablagen gibt und/ oder auch mal Sitze Rücken an Rücken stehen, sodass ein Platz entsteht, wo man nicht allzu große Gepäckstücke reinstellen kann.
Eine Katastrophe sind die Ablagen aber in vielen Nahverkehrszügen, z.B. auf der Schwarzwaldbahn – und mit der fährt notgedrungen fast jeder, der vom Kreis Konstanz mit der Bahn gen Norden fährt. Es sind also nicht nur Pendler ohne Gepäck… zumal die Ablagen dermaßen flach sind, dass da nicht mal eine größere Handtasche oder gar ein Schulrucksack draufpassen… außer für Jacken und Regenschirme sind die eigentlich zu nix zu gebrauchen und die ist man dann hinterher meist los, weil man sie glatt vergisst…

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Responses

  1. Es gibt nicht nur das Gepäckproblem im RE… Es gibt auch das Passagierproblem…
    Der RE Kiel-Hamburg und zurück ist erfahrungsgemäß zu bestimmten Zeiten sehr voll, sodass man für einen guten Sitzplatz bitte zwanzig Minuten vor Abfahrt im Startbahnhof da sein muss und Richtung HH wird es in Elmshorn und Umgebung dann nochmal kuschelig…
    Das sind die normalen Tage… Dann gibt es aber noch die Tage, an denen in Kiel ein Kreuzfahrer seine Reise beendet… Dann ist der Zug in Kiel schon kuschelig voll und in diversen 4-ern stapelt sich die Koffer, weil die vorgesehenen Ecken bereits überfüllt sind. Ich verstehe nicht, warum man an solchen Tagen nicht ein/zwei Wagen zusätzlich anhängen kann…

    Der letzte Sonntag toppte diese Tage dann nochmal. Der ICE Kiel-Zürich ist ausgefallen und diese Reisenden saßen dann auch noch im kuschelig-vollen RE… Dank Fahrkarten-Verkaufs-Verweigerung des Automaten war ich auch nicht so wahnsinnig früh im Zug und war sehr froh, dass ich nur bis NMS fahren musste und nicht bis HH… Vor allem, weil die Teilnehmer eines bekannten OpenAirFestivals vor Hamburg eventuell auch noch in den Zug steigen wollten…

    • Bestimmt würde es sämtliche Abläufe durcheinanderbringen, wenn man einen zusätzlichen Wagen anhängt :roll:. Oder man muss es erst beantragen oder so…
      Warum ist denn der ICE nach Zürich ausgefallen?

      • Keine Ahnung, cih weiß nur, dass meine Sitznachbarn alle entsprechend genervt waren, weil sie eigentlich im ICE sitzen wollten und sich dann auch noch in dem Kreuzfahrer-Express einen Platz suchen mussten…

  2. Das Gepäck kann man meist nur direkt vor den Sitz stellen und dann die Beine drüber hängen lassen. Wohl dem, der seine Knie nie wieder braucht oder dessen Gepäck niedrig genug ist, damit die Kniekehlen nicht abgedrückt werden. ;o)

    • … und dessen Gepäck überhaupt vor den Sitz passt, wenn es sich nicht um eine Vierersitzgruppe handelt…

      • Dann geht natürlich gar nichts mehr. Dann kann man eigentlich nur noch zu Fuß gehen.


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