Verfasst von: Seemädel | 12. Juli 2012

Gelungene Bildungspolitik

Es war einmal das Musterländle.
Zur damaligen Zeit war es schwarz-gelb regiert.
Aus rot-grüner Sicht machte die schwarz-gelbe Regierung natürlich alles falsch, was man nur falsch machen konnte. Lediglich eine Senkung des Klassenteilers und die Aussage, dass trotz sinkender Schülerzahlen keine Lehrerstellen abgebaut bzw. sogar neue Lehrer eingestellt werden, fand die Zustimmung der Opposition. Dennoch rechnete sie fleißig weiter vor, wie viel neue Lehrer man brauche und wie viel Unterricht ausfalle.
Dann folgte der 27. März 2011.
Es sollte ein schicksalsträchtiger Tag werden. Beflügelt von Fukushima wurden die Grünen stärkste Kraft und bildeten mit der SPD eine grün-rote Regierung. Doch auch die Bildungspolitik und viele Versprechen waren natürlich Wahlkampfthemen gewesen.
Bereits kurz nach der Wahl verkündete Herr Kretschmann, dass man nicht so viele Lehrer brauche.
Da horchte das Seemädel schon erstaunt auf, denn das hatte im Wahlkampf doch ganz anders geklungen. Beschäftigt mit dem Lernen für das Staatsexamen kümmerte sich das Seemädel aber erstmal nicht darum, bekam aber von jemandem erzählt, dass er diese Aussage wohl revidiert habe.
Umso erstaunter war das Seemädel, als es vor einigen Tagen einen Artikel auf der Seite des SWR las.
Darin heißt es:
„Selbstverständlich wird das Kultusministerium in erheblichem Umfang zur Sanierung des Haushalts beitragen müssen“, sagte der Ministerpräsident am Dienstag in Stuttgart. … „Mehr Bildung für das gleiche Geld muss da wirklich mal Einzug halten.
Ja aber hoppla – was soll denn das?

Und damit sind wir in der Neuzeit angekommen…
Ich bin gerade echt fassungslos. Dass man Wahlversprechen nicht halten muss, haben uns ja schon so ziemlich alle Parteien fleißig bewiesen, allen voran eine gewisse SPD-Frau A. Y. aus Hessen, aber diese Aktion finde ich besonders dreist.
Der letzte Satz ist mal wieder typisch – wie soll denn das bitte gehen? Alle Änderungen sollen „kostenneutral“ sein, das Wort habe ich schon in meiner Schulzeit gehasst, als ich in der SMV und der Schulkonferenz war.
Ich wüsste wirklich gerne, wie unser Herr Ministerpräsident (der übrigens ursprünglich von Beruf – man glaubt es kaum – Lehrer ist) sich das konkret vorstellt. „Mehr Bildung für das gleiche Geld“ mag zwar den Staatssäckel und den Landesrechnungshof freuen, aber ich fürchte, am Ende sind alle anderen Beteiligten die Verlierer dieser Aktion.

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Responses

  1. *kopfschuettel* Darf ich dazu sagen „typisch Politiker“? Und alle Schüler (und auch Lehrer) leiden wieder darunter…

    • Wir können alles. Nur nicht logisch denken und rechnen.

      Aber immerhin hat Konstanz seit eben keinen grünen OB mehr *ggg*

      • *g*

  2. […] ändern (ist ja immer noch dieselbe Regierung mit denselben tollen Ansichten über Schulpolitik und die Kosten dafür), aber schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Oder über den tollen neuen Flughafen, man […]


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