Verfasst von: Seemädel | 27. März 2011

Schnippelkurs

Vom „Schnippelkurs“ im Januar wollte ich ja schon lange noch berichten…

Ich habe nur die letzten 4×2 Kurstage mitbetreut – Seestern, Fisch, Frosch und Ratte standen auf dem Programm.

Die Forellen wurden von manchen fachgerecht filetiert und die Filets zum Abendessen oder für die Katze mitgenommen ;-). Spannend war, dass das Herz anfangs noch schlug – auch Fische haben außer dem Gehirn noch externe Taktgeber fürs Herz.
Spannend war auch die Bezahnung – so eine Forelle hat ganz schön viele Zähnchen an allen möglichen und unmöglichen Stellen im Mund (u.a. auf der Zunge!)

Zahnreihen einer Forelle

Zahnreihen einer Forelle

Interessanter wurde es dann bei den Fröschen. Auch hier schlug das Herz noch, wir gingen natürlich davon aus, dass es wie bei den Fischen an einem externen Taktgeber lag. Tja, leider war das nicht so… einige der Frösche wurden wieder lebendig… gab natürlich eine Riesenaufregung, zumal sich immer mehr und mehr Frösche bewegten und es ganz eindeutig nicht nur Muskelzuckungen waren. Der Tierarzt kam und hat nochmal ein Narkosemittel gespritzt, aber irgendwie haben manche Frösche trotz ingesamt 4-facher tödlicher Dosis noch gelebt.
An sich hab ich mit dem Schnippelkurs kein Problem, aber ich möchte mich schon drauf verlassen können, dass die Tiere tot sind.
In der nächsten Woche kam der Tierarzt nochmal und hat erklärt, wie die Frösche getötet werden und wie kontrolliert wird, dass sie tot sind. Dass die Frösche im Praktikum lebten, kann sich keiner erklären… tolle Aussichten fürs nächste Jahr.

links ein männlicher, rechts ein weiblicher Krallenfrosch (Größenverhältnis ist korrekt!)

links ein männlicher, rechts ein weiblicher Krallenfrosch (Größenverhältnis ist korrekt!)

Am letzten Termin war dann die Ratte dran – die Ratten waren aber definitiv wirklich tot. Tat einem ja schon irgendwie leid, die Ratten waren schon niedlich.

Ratte

Ratte

Zuviel geraucht...? ;-)

Zuviel geraucht...? 😉

Auch wenn ich den Schnippelkurs interessant finde und gerade bei den höheren Tieren auch darauf geachtet wird, dass 2-3 Studenten an einem Tier arbeiten, sodass man nicht so viele Tiere braucht, frage ich mich schon, ob es wirklich sein muss. Eigentlich müsste es doch möglich sein, diesen Kurs nur virtuell zu machen. Zumindest für Biologen sollte das reichen (in München ist es z.B. bei den Humanmedizinern schon seit Jahren so), wir wollen ja nicht Tierarzt werden.

In der angehängten Datei gibt es ein paar Impressionen – wer keine aufgeschnittenen Tiere sehen möchte, sollte sie nicht öffnen; deshalb sind die Bilder auch in einer Extra-Datei:
detailliertere Beschreibungen…

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