Verfasst von: Seemädel | 30. November 2010

Eine Bahnfahrt, die ist lustig…

… eine Bahnfahrt, die ist schön – äh, halt mal. Schön? Aufregend trifft die Sache wohl eher…

Strecke: Ulm – Kiel mit Umsteigen in Stuttgart.
In Ulm große Verwunderung – sämtlich auf der Tafel angezeigten Züge sind pünktlich? Wow, das gab es ja noch nie!
Ok, der IC ist megavoll und hat einen Waggon zu wenig, der Schaffner pfeift 2 Minuten vor Abfahrt, sodass man lossprintet.
„Äh, wir haben doch noch 2 Minuten!“ – „Oh tatsächlich, gut dass Sie das sagen“ 😕
Ergebnis: Man quetscht sich durch den megavollen Zug auf der Suche nach einem (Steh-)Platz und findet tatsächlich noch einen freien Klappsitz ganz vorne im Zug.
Dann stellt man fest, dass offenbar in der weiteren Umgebung des eigenen Waggons keine einzige Toilette funktioniert.
Die Lautsprecher sind viel zu leise eingestellt, zumindest versteht man nicht den Grund dafür, dass man zeitweise mehr steht als fährt und wenn man fährt von Fußgängern überholt wird.
Ein Schaffner, den man was fragen könnte, taucht natürlich auch nicht auf.
(Verschwörungstheorie 😎 : Dieses Vorgehen soll die Notwendigkeit von S21 unterstreichen.)
Spätestens jetzt stellt es sich als Vorteil heraus, dass man ganz vorne im Zug ist, schließlich ist Stuttgart ein Kopfbahnhof.
Als man dann im ICE sitzt, stellt sich Erleichterung ein, schließlich fährt der Zug durch bis Kiel.
Dass der Zug dann zwischenzeitlich 15 Minuten Verspätung wegen einer „Signalstörung“ hat, kann man ja getrost ignorieren. Schade nur, dass er die Verspätung zum Teil in Hamburg reingeholt hatte – und wieder neu bekam, Grund:
„Wertes Zugpersonal im Zug, die Türen wurden noch mal freigegeben, bitte gehen Sie nochmal auf den Bahnsteig. Werte Fahrgäste, wir haben leider noch keinen Zugführer. Der Zugführer, der uns bis hier gefahren hat, wurde abgelöst und der neue ist noch nicht da.“
Ja, und warum war er nicht da? Na klar, er war in einem verspäteten Zug… sowas nennt man dann wohl Kettenreaktion.
In Kiel stellt man erfreut fest, dass man fast pünktlich ist und den Stadtbus noch bekommen wird – nur um dann zu merken, dass man sich gar keine Sorgen hätte machen müssen, denn auch der Stadtbus hat gute 10 Minuten Verspätung, sodass man 15 Minuten in der Eiseskälte stehen darf :roll:.

Im gleichen Zug am Montag auf der Fahrt von Hamburg nach Kiel. Bei der Ausfahrt aus dem Hamburger Hauptbahnhof kommt die Durchsage „Werte Fahrgäste, dieser Zug hält nicht in Hamburg-Hauptbahnhof. Nächster Halt nach Hamburg Dammtor ist Neumünster.“
Ähm ja… war wohl ein Versprecher, danach kam dann, dass der Zug nicht nach Altona fährt :lol:.

Am Freitag auf der Fahrt nach Ulm sind wir ganz weit gekommen – von Konstanz bis Konstanz-Petershausen, wo wir dann wegen einer Bahnübergangsstörung 15 Minuten standen und im weiteren Streckenverlauf vor jedem Bahnübergang anhalten durften… somit war in Radolfzell der Zug nach Ulm weg und wir kamen bei der Regiokon mitten im Abendessen an.

Ich fahr an sich ja schon ganz gerne Bahn, aber es ist schon jedes Mal ein ziemlicher Nervenkitzel.

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