Verfasst von: Seemädel | 11. Oktober 2017

Seemädel, #Xavier, die Bahn und die Kommunikation

Irgendwie habe ich ein Talent dafür, auf eine größere SMD-Veranstaltung zu fahren, kurz nachdem ein Sturm vorbei ist… bei Niklas bin ich ja von Lübeck über Hamburg und Hannover nach Kassel gefahren. Im Gegensatz zu ein paar Donnerstag schon angereisten Mitarbeitern ging es mir aber natürlich sehr gut. Bei allen Erlebnissen mit der Bahn, die ich schon so hatte, habe ich noch nie eine Evakuierung auf freier Strecke erlebt oder mein Ziel nicht mehr am selben Tag erreicht. Von den Mitarbeitern bekam ich auf jeden Fall mit, dass einer es schaffte, in Hamburg den letzten Mietwagen zu ergattern, bevor die Filiale dichtmachte. So konnte er dann auf dem Weg nach Marburg ein paar Kollegen aufsammeln, nachdem sie aus dem Zug evakuiert worden waren 🙂
(Am besten erging es diesbezüglich allerdings sicher den Mitarbeitern, die schon Mittwoch angereist waren^^)

Ich hatte aus Zeitgründen schon bei der Anmeldung beschlossen, erst Samstag (statt wie sonst Freitag) zu fahren. Und im Hinblick auf Xavier war das sicher eine gute Idee… immerhin war Samstag die Strecke nach Hannover zumindest eingleisig befahrbar. Ich habe mitbekommen, dass eine Teilnehmerin es relativ spät am Freitag Abend von Hamburg geschafft hat und einer es aufgegeben hat und erst Samstag ganz früh gefahren ist.

Das wirklich große, mich stressende Manko war wie immer: die Kommunikation bzw. allgemein die Informationslage
Ich habe Verständnis dafür, dass Züge nicht durch Bäume durchfahren können und dass die Aufräumarbeiten etwas dauern (wobei ich die Idee gut finde, da wie früher einen 10m breiten Streifen ohne Bäume an den Gleisen zu haben; ich bin sicher, die Umwelt würde das verkraften). Ich kann nachvollziehen, dass die Umläufe gestört sind und Züge und Crews auch 1-2 Tage nach dem Unwetter nicht dort sind, wo sie sein sollten.
Nur warum weiß man das erst kurz vor der Abfahrt? Tauchen die Züge da urplötzlich auf oder verschwinden in Schwarzen Löchern? Schlussendlich fuhr der eigentlich geplante, durchgehende IC, nur leider wusste das keiner. Ich hätte den Zug problemlos nehmen und entspannt bis Marburg durchfahren können, wenn ich das gewusst hätte… Oder anders gesagt: Dieser Text könnte auch nur halb so lang sein, wenn ich es gewusst hätte *g*.
Bei der Reiseauskunft stand übrigens auch Samstag Morgen bei einigen Zügen noch, dass die Strecke noch voll gesperrt sei, während zeitgleich andere Züge laut Auskunft dort schon fuhren. Mit letztem Stand vom Vortag gegen 21 Uhr. Während ich bei einigen Abfragen spät abends auch schon bei Zügen derselben Strecke Stand 23 Uhr gesehen hatte und morgens was mit 8 Uhr. Das trug nicht gerade zu meinem Vertrauen in die Angaben bei. (Mittags stand dann wieder bei einem Zug „Die Züge enden bzw. beginnen in Hannover Hbf“ Was so pauschal aber ja gar nicht mehr stimmte. Da hätte ich die Formulierung „Einige Züge…“ verständlicher gefunden.)

Ich war am Samstag Morgen in Lübeck am Servicepoint, etwa 1,5h Stunden, bevor der IC in Altona abfuhr, den ich ab Hamburg nehmen wollte. (Eigentlich hatte ich in Lüneburg in diesen Zug steigen wollen, aber über Hamburg zu fahren, erschien mir sinnvoller – da gibt es mehr Alternativen, falls er doch noch ausfällt.) Zu diesem Zeitpunkt konnte mir keiner sagen, ob der IC fahren wird. Im Internet stand er als pünktlich, aber mit dem Standardwarnhinweis, dass es noch zu Ausfällen und Verspätungen kommen kann und man kurz vor der Abfahrt noch mal nachsehen soll. Der Mitarbeiter am Servicepoint hatte offenbar auch nur eingeschränktes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Informationen und meinte „Ich würde mich da auf gar nichts verlassen. Fahren Sie unbedingt über Hamburg und nehmen Sie den ersten Zug nach Süden“. Nachdem ich bei Niklas damals schon erlebt hatte, dass Züge, die noch kurz zuvor als pünktlich drin standen, doch nicht fuhren, entsprach sein Ratschlag meinem Bauchgefühl. Irgendwie hat sich da seit Niklas vor 2,5 Jahren nichts geändert an der Informationspolitik.
Der erste Zug gen Süden war ein ICE und nachdem ich einen Sitzplatz gefunden habe, bin ich bis Kassel drin geblieben. Wobei ich halt nicht entspannt vor mich hindösen kann (was der ursprüngliche Plan gewesen war…), wenn ich nicht weiß, wie lange ich da sitzen bleiben kann und wie es genau ab Kassel weitergeht. Immerhin fuhr der IC hinter uns, aber wie viel Verspätung der möglicherweise noch aufsammeln würde, wusste natürlich keiner. Oder wie voll er ist und ob man einen Platz bekommt.

Bis Kassel ging es insgesamt recht gut. Wir mussten zwar in Celle eine Weile auf den Gegenzug warten, aber damit hatte ich kein Problem. Auch wenn ich natürlich gerne so früh wie möglich ankommen wollte, denn ich war ja ohnehin schon nur verkürzt da.

In Kassel wurde es dann spannend. Durch die Verspätung war abzusehen, dass man den nächsten RE nicht mehr bekommt. Ich bin trotzdem zügig losgegangen und konnte ihm gerade noch von oben zuwinken. Also zurück zum Bahnsteig, wo später mein eigentlich von Anfang an geplanter IC fahren sollte. Der stand bei „+25“ und somit hatte ich ungefähr eine Stunde Zeit.
Dann fiel mir auf, dass auf der anderen Bahnsteigseite irgendwie der Zug nochmal steht… genaueres Hinsehen ergab dann, dass es sich nicht um denselben Zug handelt, sondern um den, der 2 Stunden vorher fahren sollte. Der hatte allerdings 90 Minuten Verspätung und fuhr gerade ein. Freudig überrascht stieg ich in den angenehm leeren Zug. Auch die Durchsage „unsere Abfahrt verzögert sich noch um weitere 15-20 Minuten, da das ablösende Zugteam noch nicht angekommen ist“ entlockte mir nur kurz ein leichtes Augenrollen. Nur leider scheuchte mich 2 Minuten später die nächste Ansage wieder auf „der Zug hält heute nicht in … Marburg …“ Also wieder raus aus dem Zug. (Der Zug war nicht wie geplant von Hamburg gefahren, sondern erst ab Hannover, was auch einige Stunden vor der Abfahrt bekannt war. Darum überraschte mich die Verspätung, weil er ja nicht über das eingleisige Stück musste. Wie mir später jemand erzählte, hatten sie einen technischen Defekt an Waggons, die mittendrin waren. Und wurden dann erstmal auf einem Abstellgleis hin- und herrangiert, um die Waggons aus dem Zug zu holen.)

Die Anzeigetafel in Kassel bestand bzgl. Fernverkehr überwiegend aus Informationen wie „>1 Stunde später“ und noch mehr „Zug fällt aus“, in alle Richtungen. Mich hat etwas überrascht, dass auch nach Süden noch so viele Züge ausfielen. Ich dachte, dass dadurch, dass die Züge zum Teil in Hannover umdrehen, es ab dort nach Süden deutlich besser aussehen würde. Und die Angaben vom Service Point entsprachen auch nicht unbedingt immer denen auf der Tafel oder im Navigator, was eine ältere Dame recht ratlos zurückließ.

Schlussendlich landete ich also im von Anfang an geplanten IC. Der war nur „etwas“ voller, als er vermutlich noch in Hamburg gewesen war. Nach einer kurzen Nacht war ich einfach nur müde und nachdem ich schon bis dahin nicht hatte wenigstens dösen können, sank meine Laune seeehr tief, als klar wurde, dass ich vermutlich irgendwie frei im Raum stehend die Stunde nach Marburg verbringen muss. Aber es gab dann nette Mitreisende, die meinten, dass wir doch meinen Rucksack zwischen die Fahrräder schieben könnten (ich war im Mehrzweckabteil) – und ich stellte dann fest, dass ich doch da eigentlich auch noch dazu passen müsste^^

Im Mehrzweckabteil

Im Mehrzweckabteil

Die Rückfahrt war dann zum Glück sehr langweilig. Wobei ich auch da den Kopf über die (Nicht-)Kommunikation geschüttelt habe… mein IC fuhr nur von Frankfurt bis Hamburg (statt von Karlsruhe bis Stralsund oder Greifswald). Konnte mir zum Glück egal sein, aber ich bin ja nicht die einzige Reisende… von daher hätte ich es schon ganz nett gefunden, wenn das in Marburg auf der Anzeigetafel gestanden hätte. Oder wenn es einen Hinweis auf die umgekehrte Wagenreihung gegeben hätte… aber gut, so musste ich durch einen anderen Wagen und stellte fest, dass dieser a) bequeme ICE-Sitze und b) jede Menge freie Plätze hat. Woraufhin ich beim ersten Blick in den Waggon, wo mein reservierter Platz war, wieder kehrtgemacht habe. Das war nämlich so ein Waggon mit den uralten Sitzen, wo man nach 2 Minuten das Gefühl hat, dass einem die Sprungfedern in den Hintern drücken *g*.
Ab irgendeinem der folgenden Bahnhöfe stand dann aber an der Anzeigetafel, dass der Zug in Hamburg endet und die Wagenreihung nicht stimmt – gesehen habe ich es in Hannover, aber vielleicht stand es ja auch in Göttingen schon dran, da habe ich die Tafel nicht gesehen.
Und in Hamburg standen zwar etliche verspätete und ausfallende Züge an der Tafel, aber der Zug nach Lübeck fuhr ganz normal. Er war nur ziemlich voll. Also zumindest am Ende und in der Mitte. Ich war vorne und irgendwann kam die Durchsage, dass man doch bitte auch diese Waggons nutzen solle, da gebe es freie Plätze. Ich werde wohl nie verstehen, dass die Leute das nicht checken, aber gut für mich, wenn sie alle lieber gequetscht irgendwo stehen wollen^^

Insgesamt hätte es sicher schlechter laufen können, andere Strecken waren ja auch wesentlich länger und heftiger betroffen. Aber mich nervt trotzdem, dass man nichtmal 2 Stunden vor Abfahrt des Zuges sagen kann, ob er fährt. Zu dem Zeitpunkt weiß man doch eigentlich, welche Züge es in den letzten Tagen nicht nach Hamburg geschafft haben… Und es ging nicht nur mir so. Man kommt an so Tagen ja immer mit Leuten ins Gespräch. Was ich mitbekommen habe, war größtenteils viel Verständnis für Ausfälle und Verspätungen (selbst bei Leuten, die seit 2 Tagen unterwegs waren), aber auch viel Ärger über falsche oder mangelhafte oder nicht vorhandene [halbwegs sichere] Informationen.
Jetzt im Nachhinein denke ich beim Lesen dieses Textes ja „war doch ganz harmlos“, aber am Samstag hat die Situation [nicht nur mich] schon sehr genervt.

Ich hatte Freitag tatsächlich kurz überlegt, nicht zu fahren, weil es sich irgendwann auch nicht mehr gelohnt hätte, wenn die Verspätung größer gewesen wäre. Nachdem die Strecke dann wieder teilweise befahrbar war, habe ich es dann aber doch gewagt. Und immerhin war ich nur eine halbe Stunde später da als geplant und netterweise 2,5 min vor Abfahrt des [stündlich fahrenden] Busses 🙂 Ich gehe die Strecke nach Wehrda zwar auch gerne zu Fuß, aber der Bus ist doch deutlich schneller. Also bin ich gleich nach der Ankunft losgeflitzt und habe den Bus auch bekommen.
Als ich dann mal da war und mich etwas erholt hatte, war ich dann auch froh, dass ich gefahren bin – es war wie immer sehr schön :-).

Advertisements
Verfasst von: Seemädel | 1. September 2017

Radolfzell

Sonntag waren wir dann noch in Konstanz in meiner Gemeinde im Gottesdienst, haben uns dann Pizza besorgt und sie am Seerhein gegessen und sind dann zurück Richtung Auto und Bahnhof gegangen.
Meine Freundin fuhr dann mit dem Zug weiter und ich mit dem Auto nach Hause. Mal wieder zu leckerem selbstgebackenem Hefekuchen mit Äpfeln/ Pflaumen, Streuseln und Sahne (Mamas Kuchen ist und bleibt einfach der beste^^) und abends waren wir im Strandcafé. Wir waren ein paar Minuten eher da und konnten uns draußen noch ein wenig die Beine vertreten.

Und danach musste ich noch packen, weil meine Abfahrtszeit am Montag dank der Probleme bei Rastatt sich um fast 3 Stunden nach vorne verlegt hatte. (Die Ankunftszeit nur um eine, was dazu führte, dass ich also fast zwei Stunden länger unterwegs war als ursprünglich geplant.)
In Hamburg durfte ich dann noch eine sehr spannende Anzeigetafel bewundern:

Schönen Feierabend, Sandra :)

Schönen Feierabend, Sandra 🙂

Verfasst von: Seemädel | 31. August 2017

Friedrichshafen inkl. Zeppelinmuseum

Samstag war der letzte ganze Tag und wir kamen prompt viel später los als geplant. Eigentlich wollten wir ins Zeppelinmuseum und dann vielleicht kurz in die Stadt und/ oder an den See und dann vielleicht noch ein bisschen in ein Schwimmbad. Letzteres haben wir dann aber doch gestrichen.

Am Zeppelinmuseum ging es erstmal mit einer elendigen Warterei los. Dass wir an einem etwas kühleren Samstag mitten in den Ferien da waren, bedeutete entsprechend, dass es sehr voll war. Und vor allem war nur eine Kasse geöffnet und erst nach einer ganzen Weile kam eine zweite dazu. Wir standen ca. 10-15 Minuten an, die Schlange war hinter uns aber noch auf ein Mehrfaches gewachsen. Und Leute, die die zentrale Warteschlange ignorieren und am Ausgang reingehen, sind mir ja eh die liebsten (inkl. Kassierern, die das meiner Meinung nach kaum übersehen können, aber nichts sagen). Was halt besonders ärgerlich ist, wenn einfach nur die vorhandene (Bodenseerlebnis-)Karte einmal gescannt werden muss…
Fotos habe ich keine gemacht, da ich mir einbilde, dass auf der Tafel an der Kasse das Zeichen für Fotografierverbot stand – laut Internet ist es aber (außer teilweise in den Wechselausstellungen) erlaubt, wobei nicht dabeisteht, wie es mit der Veröffentlichung aussieht. Aber da ich keine Bilder gemacht habe, muss ich es ja auch nicht wissen^^

Dass man wie in manch anderen Museen nur kleinste Taschen mitnehmen darf, fand ich auch nervig. Meine Umhängetasche hat als Grundfläche ungefähr die Maße eines A4-Blatts (ein Block passt gerade so eben rein, ein Ordner schon eher nicht mehr) und ich lasse nunmal nicht gerne Wertsachen in Schließfächern. Man sollte also unbedingt eine ausreichend kleine Tasche mitnehmen, wenn man seine Wertsachen bei sich haben möchte, ohne sie ständig in der Hand zu halten. (Ich würde sie garantiert irgendwann mal „nur kurz ablegen“ und dann vergessen…)

Drinnen haben wir dann gleich weitergewartet, weil es eine ziemliche Schlange für die Besichtigung vom nachgebauten Zeppelin gab. Dass da nicht alle gleichzeitig reinkönnen, ist natürlich klar – nur hätte es sich massiv entzerren lassen, wenn man die Schlange nur durch den Zeppelin führen würde… und die Ausstellung zum Absturz der Hindenburg einfach ein paar Meter weiter platziert. Ich fand den Ausstellungsteil mit Exponaten und Erklärtafeln sehr interessant, hatte beim ausführlicheren Studieren aber immer ein etwas schlechtes Gewissen, weil dadurch andere länger warten müssen, die vielleicht einfach nur einen Blick in den Nachbau werfen möchten.

Man sollte auf jeden Fall viel Zeit einplanen, denn es gibt sehr viele Exponate mit noch mehr Informationen. Für Kinder (und manchen Erwachsenen ;-)) gibt es insbesondere einen Raum, wo einiges ausprobiert werden kann, zum Beispiel zur Konstruktionsweise eines Zeppelins oder zur Tragkraft eines Ballons.

Unser gemeinsames Fazit war allerdings dennoch „muss man nicht nochmal hin“ – zu diesem Ergebnis waren wir bei keiner anderen unserer Aktionen gekommen. Wobei ich sagen muss, dass ich schon zum dritten Mal da war und von daher nur manche Ausstellungsteile neu für mich waren. Aber die – in meinen Augen zumindest zum Teil durchaus vermeid- oder zumindest verringerbare – Warterei war einfach nur nervig.

Danach haben wir unser Essen aus dem Auto geholt. Aus Mangel an Bänken im Schatten haben wir dann auf dem Hafenbahnhof Mittag gegessen, bevor wir ein bisschen in die Stadt und vor allem an den See gegangen sind.
Dort gab es die faszinierende Fontäne im See und viele Blumen und toll glitzerndes Wasser :-). Und ein Tretboot in Autoform und eine Stadtsilhouette unter recht bedrohlich wirkenden Wolken (es blieb aber zum Glück trocken).





Nur leider haben meine Knie mich an dem Tag besonders geärgert, sodass ich das Gehen recht anstrengend fand.

Auf dem Rückweg schafften wir es gerade so eben, zum Sonnenuntergang an der Birnau zu sein. Es ging rasend schnell – ich ließ meine Freundin schonmal aussteigen, bevor ich parkte. Und bis ich bei ihr war, war die Sonne schon fast verschwunden.

Verfasst von: Seemädel | 30. August 2017

Sealife und eine Rundfahrt mit der Helio

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Freitag waren wir zuerst in Konstanz im Sealife. Aus ähnlichen Gründen wie beim Reptilienhaus (kein Blitz, Scheiben) ist die Qualität der Bilder nicht so wahnsinnig gut.
Seesterne waren gerade das besondere Thema. Man konnte auch welche anfassen, allerdings war ich zu faul, mich da anzustellen – ich habe im Studium mehrere von der Sorte seziert, von daher weiß ich, wie ein Seestern sich anfühlt *g*.


Seesterne essen übrigens, indem sie ihren Magen ausstülpen und dann die Beute außerhalb ihres Körpers verdauen. Ist natürlich praktisch, wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, wie man den Bigmac eigentlich in den Mund kriegen soll^^
Auch eine Pinguinfütterung konnten wir uns ansehen. War ganz nett, aber nicht sooo spektakulär, wenn man Pinguine schon öfter – und zwar ohne Scheibe – im Zoo gesehen hat, finde ich.
Einige Rochen lieferten eine Art Ballett ab (Film bei Dropbox): Tanz der Rochen

Nach einem Abstecher ins Bodenseenaturmuseum (direkt beim Sealife) und nach Kreuzlingen zu Migros (Schokolode!!!) schafften wir es gerade noch rechtzeitig nach Radolfzell zur Rundfahrt mit der Solarfähre Helio.

Abends war eine Schulfreundin von mir gekommen und wir haben eine kurze Runde durchs Seemaxx gedreht und waren dann Essen (Burger und Flammkuchen). Meistens hatten wir etwas zu essen dabei, aber Freitag Abend war Essengehen dann auch mal ganz nett.

Aus der Reihe „Pleiten, Pech und Pannen“ lässt sich vermelden, dass ich am Mittag an der Migros-Tankstelle beim Seepark den Tankdeckel verlor (die Tankstelle ist jetzt eine Automatentankstelle und die mag ich nicht besonders… aber bis ich das herausgefunden hatte, war meinem Hirn entfallen, dass ich den Tankdeckel schon offen hatte…) und damit schon mal kräftig Zeit verloren ging, denn wir haben erstmal nach dem Tankdeckel gesucht – immerhin waren wir nur von der Tankstelle einmal ums Gebäude ins Parkhaus gefahren. Leider fanden wir ihn nicht und so mussten wir auf dem Weg nach Radolfzell noch bei einer Werkstatt vorbei, um einen neuen zu kaufen. Dort stand ich dann plötzlich jemandem aus meiner Konstanzer Gemeinde gegenüber^^
Eigentlich war unser Zeitplan so gewesen, dass wir noch einen Abstecher nach Hause zu Brombeer-Clafoutis und vielleicht sogar einem Mittagsschlaf hätten machen können, aber das war dann alles kräftig durcheinander gekommen.

Nur leider war die Verlustserie noch nicht zu Ende. Als wir relativ spät daheim in der Garage waren, meinte meine Freundin „du, das ist jetzt kein Scherz, aber hinten fehlt das Kennzeichen“. Meine Begeisterung war grenzenlos… immerhin war ich an diesem Verlust anders als beim Tankdeckel nicht schuld, aber er ließ sich halt auch nicht so leicht beheben. Mein Vater und ich sind dann nochmal losgezogen und fanden das Kennzeichen zum Glück unversehrt auf dem Parkplatz – vermutlich hat es sich irgendwie gelockert, das Zuschlagen des Kofferraumdeckels gab ihm dann den Rest und so fiel es auf den ersten Metern ab. Hätten wir es nicht gefunden, hätten wir die Pläne für Samstag und Sonntag noch etwas umschmeißen müssen.
Es hatte an dem Abend wahnsinnig gestürmt (wir sahen auf der Heimfahrt Stunden danach auch die Feuerwehr, die mit den Überresten eines Baums beschäftigt war), vielleicht hat sich ja dadurch etwas gelöst oder es ist etwas dagegen geflogen. Immerhin saßen wir zu dem Zeitpunkt schon im Lokal – und zwar drinnen, wir konnten der Massenflucht inkl. anschließender Verwirrung bei den Kellnerinnen („welcher Tisch ist jetzt wohin geflüchtet“) also entspannt zusehen *g*.

Verfasst von: Seemädel | 29. August 2017

Affenberg (und ein bisschen Radolfzell)

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Von Unter-Uhldingen aus ging es dann die paar Kilometer zum Affenberg, wo es außer den Berberaffen aber auch noch ein Damwildgehege und einen kleinen See sowie Unmengen an Störchen gibt. Für mich sind Störche zwar nichts sooo besonderes, weil es auch in Böhringen jede Menge davon gibt, aber sie sind natürlich trotzdem immer wieder faszinierend 🙂

Die Bilder habe ich ohne Blitz gemacht (stand zwar nirgends, dass man es muss, aber ich fand es für die Tiere besser), entsprechend hat teilweise natürlich die Qualität gelitten.

Am Eingang bekommt man eine Handvoll Popcorn, das man den Tieren, die am Weg auf den Stangen sitzen, in die Hand geben darf.


Manche nahmen aber auch einfach die Bänke.

Und wir haben uns dann auch noch eine Fütterung angeschaut, wo es noch dazu jede Menge Informationen zu den Tieren und dem Affenberg gab.

Gelegentlich sahen wir auch Affen auf den Bäumen, die meisten waren während unseres Besuchs aber auf dem Boden.

Mama Affe mit Baby und ein weiterer Affe, der mit dem Baumstamm spielt wie mein Bruder und ich früher mit dem Schornstein mitten im Wohnzimmer^^


Zwei Filme von den beiden habe ich auch (liegen bei Dropbox): der Kleine beim Spielen und mit Mama

Und am Ende sahen wir nochmal eine Affenkleinfamilie, von der wir uns kaum losreißen konnten: Film 1 und Film 2

Zurück in Radolfzell haben wir noch eine kleine Runde über den Abendmarkt gedreht und uns zum Abendessen Fischknusperle (Zander) mit Kartoffelsalat bzw. ein „Zeller Abendbrot“ (gebratenes Felchen auf Brot) geholt. Da uns der Marktplatz zu voll war, sind wir in den Stadtgarten ausgewandert, bevor wir noch kurz am See waren.

Wie eine Bekannte schon gesagt hatte, ist ein äußerst schlechtes Mückenjahr – ich habe keine 10 Stiche in 12 Tagen bekommen. Ohne Autan und trotz Aufenthalten an höchst gefährlichen Plätzen wie unserem Stadtgarten und trotz dass ich in der ganzen Zeit höchstens 5 Mücken erschlagen habe… ein Aufenthalt dort für das jährliche Stadtgartenkonzert mit dem Flöten inspirierte mich vor Jahren zu einem Artikel mit dem Titel Großangriff. Und das nicht ohne Grund.
Wobei die Stiche dieses Jahr auch „normale“ Stiche waren und wohl nicht von Bodenseeschnaken stammten, sondern eher von „normalen“ Mücken.

Verfasst von: Seemädel | 29. August 2017

Pfahlbauten und Reptilienhaus

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Der Donnerstag spielte sich im Umkreis von Unter-Uhldingen und Salem ab. (Der Affenberg bekommt aber einen eigenen Beitrag.)

Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstop an der Birnau gemacht, wo wir auf einem Mäuerchen auch unser mitgebrachtes Frühstück verzehrt haben. Drinnen waren wir natürlich auch und im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Menschen haben wir uns an das Fotografierverbot gehalten…

Dann haben wir uns auf einem vollen Parkplatz mit vielen anderen Autos gequetscht und sind die eigentlich gar nicht lange, aber bei gefühlter Gluthitze doch etwas anstrengende Strecke zu den Pfahlbauten gegangen.
Dort kommt man zuerst in eine recht gut gemachte multimediale Erlebniswelt, wo man „abtaucht“ und dabei einiges über die Pfahlbauten und die Forschungen daran erfährt. Nach ein paar Räumen wird wieder „aufgetaucht“ und ein Führer sagt ein paar einleitende Worte, bevor man sich selbst auf Entdeckungstour macht. Es gibt aber viele Beschriftungen und immer wieder auch Mitarbeiter in den einzelnen Häusern, die Dinge erklären und zeigen. Fotografieren in den Häusern ist verboten, daher gibt es hier nur ein Bild von draußen zu sehen.

Pfahlbauten

Pfahlbauten

Da unser Mittagessen im Auto war und wir keine sonderliche Lust auf längere Spaziergänge verspürten (es war wie gesagt heiß und auch der Muskelkater von der Säntistour war noch recht ausgeprägt…), es am Parkplatz aber eigentlich keine Picknickmöglichkeit gab, haben wir uns dann einfach auf dem Grünstreifen zwischen zwei Reihen geparkter Autos niedergelassen^^

Das Reptilienhaus ist praktischerweise direkt am Parkplatz, da mussten wir also nicht weit gehen.

Die Bilder sind nicht sooo toll geworden, da man (verständlicherweise) nicht blitzen durfte und natürlich auch (meistens^^) die Scheibe dazwischen war. Und irgendwie habe ich vergessen, die Schilder an den Terrarien zu fotografieren… das mache ich sonst eigentlich immer. Somit weiß ich bei den meisten Tieren nicht mehr, was es war.

Etwas erstaunt waren wir ja über den längeren Freigang, der dem Königspython gestattet wurde. Ich habe ihn dann auch mal angefasst, er fühlt sich aber eigentlich nicht anders an als die Äskulapnatter aus unserem „Unizoo“ in Konstanz, die ich im Rahmen der zoologischen Bestimmungsübungen vor etlichen Jahren mal auf dem Arm hatte. Er ist halt nur wesentlich größer, länger und dicker^^

Es gab aber natürlich noch mehr Schlangen.

Und dann Echsen aller Art – Geckos, Warane, Leguane… und Schildkröten.


Ein Exemplar hatte offenbar eine besonders innige Beziehung zur Wand, die es unbedingt hochkommen wollte^^: Film (bei Dropbox)
Und hier bewegt sich jemand eifrig durch’s Terrarium (Film bei Dropbox): on Tour

Verfasst von: Seemädel | 28. August 2017

Uni Konstanz und Meersburg

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Am Mittwoch waren wir zuerst in Konstanz an der Uni. Ich habe meiner Freundin die Bibliothek gezeigt und ihr Kommentar war „Warum kann man nur mein Fach hier nicht studieren“. Allein die Öffnungszeiten sind nach wie vor so unglaublich viel toller als in Lübeck – die eingeschränkten Ferienöffnungszeiten übertreffen nach wie vor bei weitem die regulären Öffnungszeiten in Lübeck. Hier ist momentan an den Wochenenden zum Beispiel komplett zu…

Dann waren wir in der Mensa zum Mittagessen mit Seeblick.
Als nächstes stand der „Zoo“ auf dem Programm, in dem wir uns so lange aufhielten, dass wir den botanischen Garten leider streichen/ aufs nächste Mal verschieben mussten^^
Früher war ich oft dort, wenn ich Zeit überbrücken musste. Auch wenn es im Sinne von „ich möchte etwas schaffen“ definitiv nicht der beste Platz war, denn dort gab und gibt es einfach zu viel Ablenkung. Vor allem die Mäuse und die Minischildkröten könnte ich stundenlang beobachten. Wie die Zwergmäuse auf den Halmen rumturnen und schlafen, finde ich ja immer wieder faszinierend.

Danach sind wir mit einem Umstieg am Tannenhof zur Fähre und mit dieser nach Meersburg gefahren.


Dort gingen wir recht zügig zur Burg, wo wir das Glück hatten, dass als letzte Kurzführung des Tages eine Turmführung angeboten wurde – auch wenn dank Muskelkater das Treppensteigen (vor allem abwärts) anstrengend war und nicht allzu schnell voranging^^ Aber man hatte eine tolle Aussicht von da oben!
Bilder vom Besuch der Meersburg gibt es zwar, aber ich darf sie leider nicht veröffentlichen.

Danach bummelten wir aber noch durch die Stadt und am See entlang.

Meersburg steckt für mich wie die Mainau voller Kindheitserinnerungen, da meine Großeltern bis in meine Grundschulzeit hinein in Stetten bei Meersburg wohnten. Oft ging ich mit Oma durch die Weinberge zum Freibad runter (manchmal fuhren wir aber auch Bus) und dann ging es in unsere Lieblingseisdiele für einen Erdbeerbecher oder unser Lieblingscafé für Apfelstrudel mit Vanilleeis/ -soße und Sahne. Letzteres gibt es sogar noch, es ist das Café Gross. Leider waren wir aber so spät am Nachmittag unterwegs, dass wir da nicht mehr reingehen konnte.
Zurück nach Stetten holte uns dann Opa meist ab oder wir sind mit dem Bus gefahren.
Das Rote Tor fand ich auch immer klasse und gerade frage ich mich, wo eigentlich das 1000-Teile-Puzzle vom Roten Tor abgeblieben ist, das ich bei meinen Großeltern hatte. Muss ich wohl mal in den ganzen Kisten suchen gehen.

In der beginnenden Abenddämmerung fuhren wir dann zurück nach Konstanz, mit dem Bus in die Stadt und mit dem Zug nach Radolfzell.

Verfasst von: Seemädel | 28. August 2017

Säntis

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Dienstag waren wir am Säntis. Wir sind mit der Säntisbahn hochgefahren und wollten dann zu Fuß zur Schwägalp zurückgehen. Dass es für die Knie andersherum besser gewesen wäre, ist klar, aber meine Kondition hätte dafür definitiv nicht gereicht *rotwerd*. Am nächsten Tag konnte ich mich dann kaum bewegen und der Muskelkater brauchte fast eine Woche, bis er weg war^^ Außerdem habe ich mir vermutlich irgendwie die Innenbänder am Knie etwas überdehnt, aber nach einer Woche war der Spuk dann zum Glück vorbei.

Nicht eingeplant war allerdings eine Extrarunde mit der Bahn… denn mein Wanderstiefel löste sich auf. Er hatte minimale Risse, aber nachdem es trocken sein sollte, hatte ich beschlossen, dass ich es riskiere, weil er einfach deutlich besser passt als Mamas Wanderstiefel. Tja, kaum waren wir oben und schauten uns auf der Aussichtsterrasse etwas um, begann ich schwarze Gummibröckelspuren zu hinterlassen… es war sehr schnell klar, dass ich mit diesen Schuhen definitiv nicht mehr weit komme. Dank des netten Menschen an der Bergstation durften wir dann noch einmal runter- und wieder hochfahren, um Mamas Wanderstiefel aus dem Auto zu holen, die wir vorsorglich mitgenommen hatten. Ich kam mit ihnen dann auch ganz gut klar, sie waren halt deutlich schwerer als meine und etwas zu groß. Blasenpflaster auf der Ferse und eine enge Schnürung ermöglichten aber recht gutes Gehen. Nur die dicken Blasen, die ich am Abend unter den großen Zehen entdeckte, hatte ich nicht ganz vorhergesehen. Vermutlich kamen sie daher, dass ich im doch etwas zu langen Schuh hin- und hergerutscht bin. Und das Kunststück, mir beim Schnüren eine Blase genau am Übergang von einem Fingerglied zum nächsten zu holen, war natürlich auch eine Meisterleistung.

in Auflösung begriffener Wanderstiefel

in Auflösung begriffener Wanderstiefel

Es war mit Sicherheit die „alpinste“ Strecke, die ich je gegangen bin, und zwischendurch war ich schon mal versucht, aufzugeben. Also genauer gesagt: Ich hätte gerne aufgegeben, nur gab es die Option nicht^^ Also musste ich durchhalten und am Ende habe ich mich natürlich schon sehr gefreut, dass ich es geschafft habe.

An der Bergstation sahen wir jede Menge Alpendohlen ohne jede Scheu vor den Menschen.
Besonders die Stellen, wo gegessen wurde, hatten es ihnen natürlich angetan… zum Beispiel die Restaurantterrasse. Eine Person hielt ihnen einen Teller mit Krümeln hin. Ein anderer kam auf die Idee, eine lange Pommes in den Mund zu nehmen und sie anzubieten. Das Angebot wurde tatsächlich angenommen und die Kinder, die dabei waren, riefen begeistert „Nochmal!“^^ Was ich sehr praktisch fand, denn beim zweiten Versuch hatte ich dann die Kamera in Stellung gebracht.

Von oben und auch auf dem Weg gab es natürlich immer wieder tolle Aussichten.


Leider war es etwas diesig, aber laut Wettervorhersage war der Dienstag immer noch am günstigsten und so haben wir ihn genommen. Gegen Ende wurde es dann noch diesiger und schlussendlich begann die Säntisspitze, sich in Wolken zu hüllen. Hin und wieder sah man auch Schneereste.

Faszinierend finde ich immer wieder, was alles an Pflanzen in noch so karger Landschaft wächst.


Leider hatten wir kein Bestimmungsbuch dabei, wobei es auch zeitlich schwierig geworden wäre, alles zu bestimmen. Durch die Verzögerung wegen der Schuhe waren wir schon deutlich später losgekommen und wir waren auch nicht die schnellsten. Da nicht ganz klar war, ob das Wetter hält, war ich irgendwann schon sehr bestrebt, voranzukommen. (Das Timing war perfekt: Als wir an der Talstation von der Toilette zurück zum Auto gingen, um nach Hause zu fahren, fielen die ersten Tropfen.)
Pflanzen nur wegen der Bestimmung abzurupfen, finde ich blöd, zumal ich bei mir unbekannten Pflanzen ja auch nicht weiß, ob ich das überhaupt darf oder ob sie geschützt sind. Also hoffte ich auf eine Bestimmung mittels Bild, aber dafür reichen die meisten Bilder dann doch nicht. Außerdem ist mein Bestimmungsbuch gerade noch bei meinen Eltern (das darf mit diversen anderen Dingen per Paket reisen ;-)) und mit der ebook-Version, die ich mir mittlerweile gekauft habe, stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Daher steht nicht bei allen Pflanzen was dran bzw. es ist ein Fragezeichen dahinter. Auch wenn das die Biologin in mir natürlich etwas ärgert… wobei ich mit gelben Korbblütlern schon immer so meine Probleme hatte – es gibt einfach zu viele^^
Was es in rauhen Mengen gab: Alpenkratzdisteln (Und Hummeln. Und Schmetterlinge.)

Der Weg war wie gesagt schon recht herausfordernd. Am Anfang sehr steil, aber mit Seilen und Tritthilfen. Später meist gar nicht mehr so steil, aber teilweise am Hang oder etwas versteckt („es sieht nach einem Pfad aus, aber das da rechts irgendwie auch… was ist der Weg?“)^^ Am anstrengendsten fand ich aber, dass über weite Strecken der Weg quasi auf Schotter bestand. So musste man fast immer sehr auf der Hut sein, nicht zu rutschen. (Am Ende legte ich mich dann noch in einen Kuhfladen, aber daran war nicht der Schotter schuld…)

Ein paar letzte Impressionen:

Verfasst von: Seemädel | 27. August 2017

Mainau

(alle Bilder werden beim Anklicken größer und man kann die einzelnen Galerien dann auch direkt durchklicken)

Auf der Mainau war ich in den letzten 10-15 Jahren nicht mehr so oft.
Als Kind war ich häufiger und so gibt es natürlich für mich jede Menge Kindheitserinnerungen – der Spielplatz war immer der große Hit (mittlerweile ist er komplett anders als früher, aber immer noch klasse), ebenso die daneben liegende Modelleisenbahnanlage. Aber auch das Schmetterlingshaus, das irgendwann in der Zeit gebaut wurde, war immer eine Attraktion. Außerdem der Kuchen in der Schwedenschenke oder manchmal die Anreise per Schiff, meist mit Oma. Und die Pfaue (ich glaube, ich habe mal locker ein Dutzend Bilder oder mehr von einem radschlagenden Pfau gemacht^^). Faszinierend fand ich auch meine erste Begegnung mit einer Blindschleiche.
Für die Blumen konnte man mich damals noch nicht ganz so begeistern, mit einer Ausnahme: Wenn sie zu Figuren gepflanzt waren, insbesondere der Pfau und die Entenfamilie sowie der Bodensee hatten es mir angetan. Und die große Treppe mit den Blumen und dem Wasser fand ich auch immer toll.

Wie auf einer Insel im Bodensee nicht anders zu erwarten war, sahen wir natürlich jede Menge Wasservögel – schon beim Weg auf die Mainau, aber auch während der Spaziergänge und Pausen auf der Mainau.


Als wir abends zurückgingen, konnten wir vor der Brücke eine Schwanenfamilie beobachten. Es gab vier Jungtiere, wobei drei eng beieinander saßen und teilweise zu dösen schienen, teilweise auch noch etwas am Putzen waren, der vierte aber eine kleine Extrashow ablieferte. Irgendwann hatte Nr. 4 genug davon und spazierte einfach zum See und schwamm davon. Es folgte erst – aber nicht direkt – ein Elternteil, dann irgendwann das zweite. Die anderen drei Jungschwäne wurden allmählich auch wieder munterer und irgendwann schwamm dann die ganze Familie wieder auf dem See.

Die Schwäne habe ich teilweise auch gefilmt (Links führen zu Dropbox):
Film 1 und Film 2

Natürlich waren das nicht die einzigen Tiere. Es gibt auch außerhalb des Schmetterlingshauses jede Menge Insekten, es summte nur so. Außerdem sah ich auch wieder Eidechsen – eine hatte offenbar eine Feindbegegnung, zumindest ist ihr Schwanz recht kurz.

Pfeifen- und Lampenputzergras und ähnliche Gräser haben es mir auch schon länger angetan, vor allem wenn Tropfen an ihnen glitzern oder die Beleuchtung besonders ist.

Natürlich habe ich auch ein paar ganz „normale“ Blumenfotos gemacht 😉

Die Mainau hat 2017 das Jahresmotto „Insel x Palme²“. Fand ich als Mathematikerin natürlich klasse^^ Auf der ganzen Insel gibt es einige Exponate, zum Beispiel auch eine Tafel zum Försterdreieck, mit dem man die Höhe von Bäumen schätzen kann. Außerdem war im Schloss gerade die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ (Wanderausstellung vom Mathematikum in Gießen), die ich mir natürlich unbedingt ansehen musste. Und es gab an einigen Stellen Tafeln mit Rekorden aus dem Pflanzenreich. Wusstet ihr, dass es eine Tomatenpflanze gibt, die binnen eines Jahres über 32000 Früchte trug?
Nicht direkt zum Jahresmotto gehört die Blumenuhr nach Linné. Die „Uhr“ ist so angelegt, dass man an der Pflanze, die gerade die Blüten geöffnet hat, die Uhrzeit erkennen kann.

Rund ums Schloss gibt es Palmen und diverse Sukkulenten, aber auch den Rosengarten.
Kalanchoe werde ich nie vergessen, nachdem wir im Bio-Studium einige Exemplare ziemlich quälen mussten – sie wurden bei verschiedenen Temperaturen sowie im Dunkeln und Hellen gelagert und immer mal wieder mussten wir Blätter absäbeln und den pH-Wert bestimmen *g*. War allerdings eine ganz anders aussehende Art.

Schöne Aussichten auf den See und das Umland gibt es natürlich auch immer wieder. Das Wetter war toll, wodurch es natürlich ziemlich voll war, aber es war wirklich ein echtes „Sommer am See“-Wetter. Und wenn man sich auskennt und ein bisschen antizyklisch geht, lassen sich auch die schlimmsten Menschenmassen weitgehend vermeiden.

Die letzte Galerie hat jetzt so ein paar verschiedene Inhalte. Der über den Weg gewachsene Baum faszinierte mich schon immer. Und schaut die Sonnenblume nicht wirklich etwas traurig? Unter den ganzen Flaschenkürbissen konnte man durchgehen. Einer war eingeritzt und andere wurden zum Schaukeln gebracht… ich weiß ja nicht, ob ihnen das so gut tut… Das Schild in der Kapuzinerkresse ist offenbar ein nicht ganz aktuelles Standardschild, es besagt nämlich „Beete bitte nicht betreten! Hier sind Blumenzwiebeln gepflanzt“ – allerdings sind die Samen von Kapuzinerkresse keine Zwiebeln, die sehen eher aus wie vertrocknete Erbsen 😉

Verfasst von: Seemädel | 27. August 2017

Urlaub in der Rhön und am Bodensee

Diesen Sommer habe ich ein paar Tage in der Rhön verbracht und war dann bei meinen Eltern – allerdings eine Woche der Zeit zusammen mit einer Freundin, und wir waren dann mal so richtig touristisch unterwegs 🙂

Montag waren wir auf der Mainau, Dienstag auf dem Säntis, Mittwoch an der Uni (Bibliothek, Mensa, Lehrsammlung = „Zoo“) und dann in Meersburg, Donnerstag in Unter-Uhldingen bei den Pfahlbauten und im Reptilienhaus sowie in Salem beim Affenberg, Freitag im Sealife und auf dem Untersee und Samstag dann im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen und dort auch am See.
Und natürlich sind dabei auch ziemlich viele Bilder entstanden 😉
Wir hatten die Bodensee-Erlebniskarte (Landratten für 7 Tage). Für nicht einmal 60€ mussten wir außer dem Eintritt auf der Mainau bei keiner der besuchten Attraktionen extra bezahlen. Ich habe es mal durchgerechnet, wir haben mit der Karte circa 20€ gespart – und das, obwohl ich einberechnet habe, dass wir zum Teil noch als Studentinnen den ermäßigten Preis gezahlt hätten. Meist ist die Studenten-Ermäßigung nicht allzu viel, aber bei der Säntisbahn hätten wir tatsächlich nur die Hälfte der 45 Franken zahlen müssen. Für jemanden, der keine derartige Ermäßigung mehr bekommt, lohnt sich die Karte also erst recht.
Wir hatten allerdings dann auch beschlossen, dieses Mal vor allem auch „teure“ Dinge zu unternehmen und günstigere oder kostenlose Aktionen wie Wandern am Hohentwiel oder in der Wutachschlucht eher auf ein anderes Mal zu vertagen.
Was ich mir noch wünschen würde: Dass es bei allen (größeren) Attraktionen eine Art Schnellkasse o.ä. gibt, wenn man die Karte schon hat… außer beim Säntis musste sie überall zumindest einmal gescannt und freigeschaltet bzw. gegen eine eigene Eintrittskarte umgetauscht werden. Außer im Sealife habe ich nirgends eine Extraschlange dafür entdecken können. Das war teilweise echt nervig, ganz besonders im Zeppelinmuseum.

Bis auf den Tag in Konstanz und Meersburg waren wir mit dem Auto unterwegs.

Länger Bahn gefahren bin ich natürlich auch, allerdings war das zwar manchmal etwas „interessant“, aber mehr oder weniger harmlos. Zumindest, nachdem ich eine – wenn auch fast 2 Stunden längere – Alternative gefunden hatte, mit der ich das Chaos bei Rastatt von vornherein weiträumig umfahren konnte.

Zuerst war ich also in der Rhön.
Zwei Abende waren wir im Schwimmbad Triamare in Bad Neustadt, das Hallen- und Freibad kombiniert – ein wirklich tolles Bad, sehr zu empfehlen! Es gibt draußen ein riesiges Nichtschwimmerbecken mit ein paar kleineren Rutschen, ein großes Schwimmerbecken sowie einen Sprungturm. Drinnen gibt es ein warmes Becken, das zum Teil auch nach außen führt, eine große Rutsche sowie ein weiteres (kleineres) Schwimmerbecken und einen Whirlpool. Kleinkindbereiche sind natürlich auch vorhanden. Außerdem gibt es wohl eine Saunalandschaft und Wellnessangebote, aber mangels Interesse habe ich mir diesen Bereich nicht näher angeschaut. Ich bin schon immer froh, wenn man noch ein Schwimmbad (insbesondere Hallenbad) findet, das nicht nur ein Schwimmerbecken hat oder aber ein Wellnessbad ist… Ich schwimme gerne, aber ein paar Rutschen dürfen auch gerne da sein :-).
Da wir abends da waren, war es angenehm leer.

Ansonsten haben wir noch Kartoffelkäfer eingesammelt, wobei wir hierfür erst einmal die Pflanzen unter dem Unkraut suchen mussten, das mal wieder rasant gewachsen war. Ich habe jetzt ein paar neue Lieblingspflanzen… sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich leicht aus der Erde ziehen lassen, analog haben sich ein einige Pflanzen durch gegenteilige Eigenschaften meine Abneigung erarbeitet^^.
Spazieren waren wir natürlich auch manchmal, aber ich habe dieses Mal kaum Fotos gemacht.

etwas bräunlicher Dorfweiher

etwas bräunlicher Dorfweiher

Older Posts »

Kategorien