Verfasst von: Seemädel | 15. Juli 2018

Schulgarten Anfang Juli 2018

Jetzt war ich letzte Woche zweimal hintereinander da, am Donnerstag und am Freitag :-)

Der Laubengang und „Dorothea“ inkl. noch wachsender Kiwi:

Weiter geht es wieder im Senkgarten.
Sehr viel lila…

Blick auf den zweiten Teil vom Laubengang

Das Wasserbecken (mit vielen Wasserläufern und Minimolchen, die aber nicht fotografiert wurden):

weitere Blumen im Senkgarten, unter anderem Zierlauch in der Blüte (letztes Mal) und verblüht (aktuell)

Das Mammmutblatt im Juni und Juli

Rund um den Teich, der Teich…

… hat tolle Pflanzen drumherum:

Im Alpinum, die größte Blütezeit scheint vorbei zu sein:

Der Bauerngarten mit dem Panther:

Vieles im Nutzgarten hat tolle Blüten:

Mangold und Mais haben (aktuell) eher Blätter:

Borretsch verbinde ich immer mit Schwimmkerzen, denn so wurde er bei uns daheim eingesetzt (und die Blätter landeten fein gehackt in der Salatsoße):

Ein Beet gehört offenbar den Lesementoren und daher wurde das Wort „Mentor“ gepflanzt:

Ein paar weitere Bilder aus verschiedenen Ecken vom Schulgarten:

Auch ein Blick auf die Wakenitz musste sein und Freitag gab es auf der Liegewiese neben dem Schulgarten auch noch ein Abend-Picknick.

Und da vielleicht nicht alle einen Exkurs zur Genetik lesen wollen, kommt das Ende vom Nutzgarten jetzt hier – dort werden die Mendelschen Regeln erklärt ;-)

Die Elterngeneration ist Rot und Weiß (die rosa Pflanzen vorne links gehören da eigentlich nicht hin…). Sie haben jedes Gen zweimal (von jeder Elternpflanze einmal). Die unterschiedlichen Farben kommen durch unterschiedliche Allele – hier „rot“ (R) und „weiß“ (W). Die rote Pflanze hat RR (von beiden Elternpflanzen „rot“ bekommen), die weiße Pflanze hat WW.
In der ersten Generation (F1) gibt es jetzt folgende Kombinationsmöglichkeiten: RW und WR, d. h. rosa Blüten
In der zweiten Generation (F2) gibt es 4 Möglichkeiten:
RR RW WR WW
RW und WR sind vom Ergebnis her dasselbe, nämlich rosa.
Man erhält also eine rote (RR), zwei rosa (RW) und eine weiße (WW) Pflanze.
In der nächsten Generation geht es entsprechend weiter.
(Es ist ein „intermediärer Erbgang“, d. h. es wird rot und weiß ausgeprägt und heraus kommt rosa. Bei den bekannten Erbsen, mit denen Mendel auch experimentierte, war es hingegen ein dominant-rezessiver Erbgang. D. h. gelb und grün ergaben nicht etwa hellgrün, sondern gelb ist dominant – sobald eines der Allele „gelb“ lautet, wird die Erbse gelb.)
Wer es genauer lesen will: Mendelsche Regeln bei wikipedia

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Verfasst von: Seemädel | 7. Juni 2018

Schulgarten am 22. Mai 2018

Nachdem ich den letzten Artikel veröffentlich hatte, fiel mir plötzlich auf, dass ich die Bilder vom 22. Mai noch gar nicht verbloggt hatte^^ Also kommt der Beitrag jetzt in chronologisch falscher Reihenfolge.
Ja, meistens bin ich Dienstag in der Stadt ;-) Die meisten Schulgarten-Bilder stammen von Dienstagen…

Wie immer als erstes der Laubengang bzw. die Wege rund um den Senkgarten.

Der Senkgarten ist im Vergleich zu den folgenden Besuchen noch deutlich grüner und weniger bunt.
Frauenmantel hatten wir auch daheim im Garten und ich fand es immer faszinierend, mit den Tropfen zu spielen. Ich habe versucht, sie möglichst weit kullern zu lassen oder sie auf ein anderes Blatt zu transferieren.

Wildblumenwiese, Mammutblatt, Teich, Alpinum und Drumherum

Bauerngarten und rund um den Kiosk

Verfasst von: Seemädel | 7. Juni 2018

Stadtpark und Schulgarten (Ende Mai/ Anfang Juni)

Am letzten Freitag im Mai habe ich gegen Abend einen sehr spontanen Ausflug in den Stadtpark gemacht – den kannte ich noch nicht. Eigentlich wäre er perfekt, um mal eine Runde spazieren zu gehen. Wenn da nicht der kleine Schönheitsfehler wäre, dass ich pro Richtung mindestens 20 Minuten Rad fahren muss… es ist eine schöne Anlage mit vielen Bäumen, Wiesen und Gewässern.

Ein Gewässer voller Pflanzen und Spiegelungen:

Auch im Schulgarten war ich zweimal, einmal Ende Mai und einmal diese Woche. Dort hin ist es zwar nicht ganz so weit wie zum Stadtpark, aber für einen kleinen Spaziergang zwischendurch ist es leider immer noch zu weit :-(
Meist gehe ich hin, wenn ich ohnehin in der Stadt bin und einen Schlenker dorthin machen kann.
(Ok, ich war dreimal da. Aber das eine Mal hatte ich doch noch nicht verbloggt, auch wenn dachte, dass es der Fall wäre^^ Hier geht es zum Schulgartenbesuch davor (am 22. Mai).

Ich liebe den Laubengang. Mein perfekter Garten hätte vor allem viele Erdbeerbeete, Johannisbeerbüsche, Himbeersträucher und ein großes Weidentipi zum gemütlich drin liegen.

Im Senkgarten gibt es jede Menge Pflanzen und das kleine Wasserbecken, in dem etliche Molche leben.

Pfingstrosen gibt es in den verschiedensten Farben. Wusstet ihr, dass Pfingstrosen mit Ameisen in einer Symbiose leben? Die Pfingstrosen sondern einen süßen Saft ab, den die Ameisen mögen. Dafür beschützen die Ameisen die Pfingstrosen vor Fressfeinden. Lustigerweise habe ich das genau an dem Abend im Fernsehen in einer Dokumentation gehört, an dem ich zuvor mit einer Freundin über die Ameisen auf den Pfingstrosen geseufzt hatte^^ Mein Verhältnis zu Ameisen ist ja aus Gründen etwas gespalten.

Das Mammutblatt am Teich wächst.

Wie üblich ging es vom Teich weiter zu den Alpen und in den Bauerngarten.

Und von dort dann mit einem Schlenker zur Wildblumenweise in den Nutzgarten. Die Wildblumenwiese war beim letzten Besuch praktisch gelb. Jetzt hat sich das eher in Weiß gewandelt.

Ein paar Blümchen an verschiedenen Stellen und kurze Abstecher an die Wakenitz.

Verfasst von: Seemädel | 10. Mai 2018

Blumen in Lübeck (Mitte April bis Anfang Mai 2018)

Überwiegend aus dem Schulgarten (vom 17. April 2018 und vom 5. Mai 2018), aber auch ein paar andere ;-)
Im April war meine persönliche Saisoneröffnung und im Mai habe ich dann mit meiner Patentante und ihrem Mann zusammen geschaut, was sich in den ca. 3 Wochen so getan hat :-)

Alle Bilder werden beim Anklicken größer, innerhalb der einzelnen Galerien könnt ihr die Bilder auch „durchklicken“.

Nach dem Reinkommen ist der Laubengang meist meine erste Station:

Der Himmel und Maigrün:

Der Laubengang führt am Senkgarten entlang – im April gab es da noch nicht so viel:

Im Mai sah das schon anderes aus, jede Menge blühende Tulpen, die mit der Sonne schon fast wie Laternen aussehen:

Stiefmütterchen waren im April dominierend und auch im Mai noch zahlreich vorhanden:

Vom Senkgarten gehe ich meist weiter in Richtung Teich:

Ein paar weitere Pflanzen an verschiedenen Stellen:

Hinter dem Teich folgt das Alpinum:

Bäume gibt es an verschiedenen Orten, verschiedenste Arten und ganz schön bunt, obwohl es nicht Herbst ist:

Aus den Alpen geht es (meist mit einem kleinen Abstecher an die Wakenitz) in den Bauerngarten:

Nach dem Bauerngarten folgt der Nutzgarten_

Dieser Apfelbaum steht nicht im Schulgarten, sondern vor meiner Haustür:

Am Ende folgt die Umgebung des Kiosks:

Verfasst von: Seemädel | 3. März 2018

Travemünde mit Eis und Schnee

Ich wollte unbedingt sehen, wie es in der aktuellen Frostperiode am Meer aussieht, und daher machte ich also einen Ausflug nach Travemünde.
Diverse Eisbilder gibt es ja aus Plön 2013, wo es ganze 6 Artikel mit Bildern gibt, vor allem von vereisten Pflanzen(teilen). In Travemünde waren es eher vereiste Steine, Geländer etc. ;-)
(Die Bilder können angeklickt werden und innerhalb einer Galerie kommt man auch mit den Pfeilen zum nächsten Bild.)

Entlang der Promenade…


… vorbei an Schiffen und Vögeln…

… zur Nordermole

Am Strand

Die Pfosten sind sonst eigentlich braun(grau)

Vögel

Viele vereiste Steine und Eiszapfen…


… und Eiszapfen und vereiste Steine ;-)

Die andere Seite vom Weg und der Strand

Weil es draußen ja so heiß ist, brauche ich dringend ein eisgekühltes Wasser^^

Wasserflasche (mit Eisschollen drin)

Verfasst von: Seemädel | 3. März 2018

Lübeck im Schnee

In den letzten Tagen und Wochen war ich immer mal spazieren, ein paarmal am Mühlenteich und am Elbe-Lübeck-Kanal, am Schellbruch und in meinem Wohnviertel. Einmal war ich in Travemünde, aber das kommt in einen eigenen Beitrag.

Also gibt es jetzt eine Bilderflut ;-)
(Die Bilder können angeklickt werden und innerhalb einer Galerie kommt man auch mit den Pfeilen zum nächsten Bild.)

Leider habe ich nur die Standard-Foto-App auf dem Handy, die unter anderem keinen Schneemodus kennt… da muss ich mich mal nach Alternativen umsehen.

Mitte Februar lag nur ein bisschen Schnee, und er hielt sich eigentlich nur im Schatten.

Am Mühlenteich (13.2.2018):

Am Schellbruch (14.2.2018):

Die aktuelle Schneeperiode begann am 25.2. und ich war wirklich erstaunt und positiv überrascht, dass ich um die Mittagszeit ohne jedes Problem nach Kiel kam – die Busse waren pünktlich, und am Bahnhof stand kein einziger Zug auf der Anzeigetafel als „ausfallend“.

noch nicht so viel Schnee

In den nächsten Tagen wurde es allerdings mehr Schnee. Viel mehr Schnee, und da ich zur Zeit nirgends hin muss, wo ich nicht auch Alternativen zum Rad habe, mag ich ihn :-)

Am Mühlenteich (27.2.2018) – auf dem Hinweg und am Anfang des Rückwegs war es noch sonnig…


… aber das änderte sich schnell (wobei es schon wieder trocken war, als ich zuhause ankam):

Ein schneller Spaziergang am Spätnachmittag (1.3.2018):

Und nachdem ich aus Travemünde zurück war, lockten auch noch einmal der Mühlenteich und der Elbe-Lübeck-Kanal (2.3.2018)…
Der Mühlenteich von verschiedenen Seiten:


Der Elbe-Lübeck-Kanal:

Auf der anderen Seite vom Kanal ist der aktuell wohl beliebteste Kinderspielplatz:

Verfasst von: Seemädel | 15. Januar 2018

Schrödingers Paket

Schrödingers Paket zeichnet sich dadurch aus, dass es an mehreren Orten zugleich ist – aber nie an dem, wo ich gerade bin.

Ich hatte meinen üblichen Kalender bestellt. Und da ich gerne bei meiner Lieblingsbuchhandlung aus Konstanzer Zeiten bestelle, habe ich das per Internet gemacht.

Nachdem die Sendung für einen Termin angekündigt wurde, an dem ich nicht da war, habe ich sie in die nächstgelegene Postfiliale (nennen wir sie Filiale „nah“) umleiten lassen.
Heute kam dann die Nachricht „Ihr Paket mit der Sendungsnummer
… ist angekommen. Sie können es ab sofort in der Filiale … innerhalb der nächsten 7 Werktage abholen.“
Ich freute mich – kurz.
Ich schaute näher hin. WO war das Paket? Es war eine ganz andere Filiale (sagen wir Filiale „weit“) als von mir angegeben und nicht gerade um die Ecke. Die Nachricht, dass es in dieser Filiale liege, kam sowohl per SMS als auch per Mail, und auch in der Sendungsverfolgung im Internet stand dasselbe.
Also machte ich mich auf den Weg in Filiale „weit“. Nur leider war dort nichts…
Dann schaute ich nochmal in die Paket-App. Jetzt stand da, dass die Sendung ab sofort in Filiale „nah“ liegt – also da, wo sie auch hinsollte.
Ein bisschen Weg und 15-20 Minuten Wartezeit später überbrachte man mir dort die Freudenbotschaft, dass die Sendung auch hier nicht zu finden sei.

Wieder zuhause war dann eine Mail gekommen (vermutlich ungefähr in dem Zeitpunkt, wo ich in Filiale „nah“ erfuhr, dass es auch dort nicht ist) – mit folgender Information:
„für Ihr Paket mit der Sendungsnummer … findet voraussichtlich am nächsten Werktag ein weiterer Zustellversuch statt.“

Fragt sich nur:
Wann wirklich?
Wo?
Bekomme ich nochmal eine neue Nachricht, auch wenn laut Sendungsverfolgung die Sendung schon angekommen ist? (Ich bin wenig motiviert, da regelmäßig nachzufragen…)

Eine Stunde hat mich die bislang vergebliche Jagd nach dieser Sendung jetzt schon gekostet… hab ja auch sonst nichts zu tun.

Verfasst von: Seemädel | 11. Oktober 2017

Seemädel, #Xavier, die Bahn und die Kommunikation

Irgendwie habe ich ein Talent dafür, auf eine größere SMD-Veranstaltung zu fahren, kurz nachdem ein Sturm vorbei ist… bei Niklas bin ich ja von Lübeck über Hamburg und Hannover nach Kassel gefahren. Im Gegensatz zu ein paar Donnerstag schon angereisten Mitarbeitern ging es mir aber natürlich sehr gut. Bei allen Erlebnissen mit der Bahn, die ich schon so hatte, habe ich noch nie eine Evakuierung auf freier Strecke erlebt oder mein Ziel nicht mehr am selben Tag erreicht. Von den Mitarbeitern bekam ich auf jeden Fall mit, dass einer es schaffte, in Hamburg den letzten Mietwagen zu ergattern, bevor die Filiale dichtmachte. So konnte er dann auf dem Weg nach Marburg ein paar Kollegen aufsammeln, nachdem sie aus dem Zug evakuiert worden waren :-)
(Am besten erging es diesbezüglich allerdings sicher den Mitarbeitern, die schon Mittwoch angereist waren^^)

Ich hatte aus Zeitgründen schon bei der Anmeldung beschlossen, erst Samstag (statt wie sonst Freitag) zu fahren. Und im Hinblick auf Xavier war das sicher eine gute Idee… immerhin war Samstag die Strecke nach Hannover zumindest eingleisig befahrbar. Ich habe mitbekommen, dass eine Teilnehmerin es relativ spät am Freitag Abend von Hamburg geschafft hat und einer es aufgegeben hat und erst Samstag ganz früh gefahren ist.

Das wirklich große, mich stressende Manko war wie immer: die Kommunikation bzw. allgemein die Informationslage
Ich habe Verständnis dafür, dass Züge nicht durch Bäume durchfahren können und dass die Aufräumarbeiten etwas dauern (wobei ich die Idee gut finde, da wie früher einen 10m breiten Streifen ohne Bäume an den Gleisen zu haben; ich bin sicher, die Umwelt würde das verkraften). Ich kann nachvollziehen, dass die Umläufe gestört sind und Züge und Crews auch 1-2 Tage nach dem Unwetter nicht dort sind, wo sie sein sollten.
Nur warum weiß man das erst kurz vor der Abfahrt? Tauchen die Züge da urplötzlich auf oder verschwinden in Schwarzen Löchern? Schlussendlich fuhr der eigentlich geplante, durchgehende IC, nur leider wusste das keiner. Ich hätte den Zug problemlos nehmen und entspannt bis Marburg durchfahren können, wenn ich das gewusst hätte… Oder anders gesagt: Dieser Text könnte auch nur halb so lang sein, wenn ich es gewusst hätte *g*.
Bei der Reiseauskunft stand übrigens auch Samstag Morgen bei einigen Zügen noch, dass die Strecke noch voll gesperrt sei, während zeitgleich andere Züge laut Auskunft dort schon fuhren. Mit letztem Stand vom Vortag gegen 21 Uhr. Während ich bei einigen Abfragen spät abends auch schon bei Zügen derselben Strecke Stand 23 Uhr gesehen hatte und morgens was mit 8 Uhr. Das trug nicht gerade zu meinem Vertrauen in die Angaben bei. (Mittags stand dann wieder bei einem Zug „Die Züge enden bzw. beginnen in Hannover Hbf“ Was so pauschal aber ja gar nicht mehr stimmte. Da hätte ich die Formulierung „Einige Züge…“ verständlicher gefunden.)

Ich war am Samstag Morgen in Lübeck am Servicepoint, etwa 1,5h Stunden, bevor der IC in Altona abfuhr, den ich ab Hamburg nehmen wollte. (Eigentlich hatte ich in Lüneburg in diesen Zug steigen wollen, aber über Hamburg zu fahren, erschien mir sinnvoller – da gibt es mehr Alternativen, falls er doch noch ausfällt.) Zu diesem Zeitpunkt konnte mir keiner sagen, ob der IC fahren wird. Im Internet stand er als pünktlich, aber mit dem Standardwarnhinweis, dass es noch zu Ausfällen und Verspätungen kommen kann und man kurz vor der Abfahrt noch mal nachsehen soll. Der Mitarbeiter am Servicepoint hatte offenbar auch nur eingeschränktes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Informationen und meinte „Ich würde mich da auf gar nichts verlassen. Fahren Sie unbedingt über Hamburg und nehmen Sie den ersten Zug nach Süden“. Nachdem ich bei Niklas damals schon erlebt hatte, dass Züge, die noch kurz zuvor als pünktlich drin standen, doch nicht fuhren, entsprach sein Ratschlag meinem Bauchgefühl. Irgendwie hat sich da seit Niklas vor 2,5 Jahren nichts geändert an der Informationspolitik.
Der erste Zug gen Süden war ein ICE und nachdem ich einen Sitzplatz gefunden habe, bin ich bis Kassel drin geblieben. Wobei ich halt nicht entspannt vor mich hindösen kann (was der ursprüngliche Plan gewesen war…), wenn ich nicht weiß, wie lange ich da sitzen bleiben kann und wie es genau ab Kassel weitergeht. Immerhin fuhr der IC hinter uns, aber wie viel Verspätung der möglicherweise noch aufsammeln würde, wusste natürlich keiner. Oder wie voll er ist und ob man einen Platz bekommt.

Bis Kassel ging es insgesamt recht gut. Wir mussten zwar in Celle eine Weile auf den Gegenzug warten, aber damit hatte ich kein Problem. Auch wenn ich natürlich gerne so früh wie möglich ankommen wollte, denn ich war ja ohnehin schon nur verkürzt da.

In Kassel wurde es dann spannend. Durch die Verspätung war abzusehen, dass man den nächsten RE nicht mehr bekommt. Ich bin trotzdem zügig losgegangen und konnte ihm gerade noch von oben zuwinken. Also zurück zum Bahnsteig, wo später mein eigentlich von Anfang an geplanter IC fahren sollte. Der stand bei „+25“ und somit hatte ich ungefähr eine Stunde Zeit.
Dann fiel mir auf, dass auf der anderen Bahnsteigseite irgendwie der Zug nochmal steht… genaueres Hinsehen ergab dann, dass es sich nicht um denselben Zug handelt, sondern um den, der 2 Stunden vorher fahren sollte. Der hatte allerdings 90 Minuten Verspätung und fuhr gerade ein. Freudig überrascht stieg ich in den angenehm leeren Zug. Auch die Durchsage „unsere Abfahrt verzögert sich noch um weitere 15-20 Minuten, da das ablösende Zugteam noch nicht angekommen ist“ entlockte mir nur kurz ein leichtes Augenrollen. Nur leider scheuchte mich 2 Minuten später die nächste Ansage wieder auf „der Zug hält heute nicht in … Marburg …“ Also wieder raus aus dem Zug. (Der Zug war nicht wie geplant von Hamburg gefahren, sondern erst ab Hannover, was auch einige Stunden vor der Abfahrt bekannt war. Darum überraschte mich die Verspätung, weil er ja nicht über das eingleisige Stück musste. Wie mir später jemand erzählte, hatten sie einen technischen Defekt an Waggons, die mittendrin waren. Und wurden dann erstmal auf einem Abstellgleis hin- und herrangiert, um die Waggons aus dem Zug zu holen.)

Die Anzeigetafel in Kassel bestand bzgl. Fernverkehr überwiegend aus Informationen wie „>1 Stunde später“ und noch mehr „Zug fällt aus“, in alle Richtungen. Mich hat etwas überrascht, dass auch nach Süden noch so viele Züge ausfielen. Ich dachte, dass dadurch, dass die Züge zum Teil in Hannover umdrehen, es ab dort nach Süden deutlich besser aussehen würde. Und die Angaben vom Service Point entsprachen auch nicht unbedingt immer denen auf der Tafel oder im Navigator, was eine ältere Dame recht ratlos zurückließ.

Schlussendlich landete ich also im von Anfang an geplanten IC. Der war nur „etwas“ voller, als er vermutlich noch in Hamburg gewesen war. Nach einer kurzen Nacht war ich einfach nur müde und nachdem ich schon bis dahin nicht hatte wenigstens dösen können, sank meine Laune seeehr tief, als klar wurde, dass ich vermutlich irgendwie frei im Raum stehend die Stunde nach Marburg verbringen muss. Aber es gab dann nette Mitreisende, die meinten, dass wir doch meinen Rucksack zwischen die Fahrräder schieben könnten (ich war im Mehrzweckabteil) – und ich stellte dann fest, dass ich doch da eigentlich auch noch dazu passen müsste^^

Im Mehrzweckabteil

Im Mehrzweckabteil

Die Rückfahrt war dann zum Glück sehr langweilig. Wobei ich auch da den Kopf über die (Nicht-)Kommunikation geschüttelt habe… mein IC fuhr nur von Frankfurt bis Hamburg (statt von Karlsruhe bis Stralsund oder Greifswald). Konnte mir zum Glück egal sein, aber ich bin ja nicht die einzige Reisende… von daher hätte ich es schon ganz nett gefunden, wenn das in Marburg auf der Anzeigetafel gestanden hätte. Oder wenn es einen Hinweis auf die umgekehrte Wagenreihung gegeben hätte… aber gut, so musste ich durch einen anderen Wagen und stellte fest, dass dieser a) bequeme ICE-Sitze und b) jede Menge freie Plätze hat. Woraufhin ich beim ersten Blick in den Waggon, wo mein reservierter Platz war, wieder kehrtgemacht habe. Das war nämlich so ein Waggon mit den uralten Sitzen, wo man nach 2 Minuten das Gefühl hat, dass einem die Sprungfedern in den Hintern drücken *g*.
Ab irgendeinem der folgenden Bahnhöfe stand dann aber an der Anzeigetafel, dass der Zug in Hamburg endet und die Wagenreihung nicht stimmt – gesehen habe ich es in Hannover, aber vielleicht stand es ja auch in Göttingen schon dran, da habe ich die Tafel nicht gesehen.
Und in Hamburg standen zwar etliche verspätete und ausfallende Züge an der Tafel, aber der Zug nach Lübeck fuhr ganz normal. Er war nur ziemlich voll. Also zumindest am Ende und in der Mitte. Ich war vorne und irgendwann kam die Durchsage, dass man doch bitte auch diese Waggons nutzen solle, da gebe es freie Plätze. Ich werde wohl nie verstehen, dass die Leute das nicht checken, aber gut für mich, wenn sie alle lieber gequetscht irgendwo stehen wollen^^

Insgesamt hätte es sicher schlechter laufen können, andere Strecken waren ja auch wesentlich länger und heftiger betroffen. Aber mich nervt trotzdem, dass man nichtmal 2 Stunden vor Abfahrt des Zuges sagen kann, ob er fährt. Zu dem Zeitpunkt weiß man doch eigentlich, welche Züge es in den letzten Tagen nicht nach Hamburg geschafft haben… Und es ging nicht nur mir so. Man kommt an so Tagen ja immer mit Leuten ins Gespräch. Was ich mitbekommen habe, war größtenteils viel Verständnis für Ausfälle und Verspätungen (selbst bei Leuten, die seit 2 Tagen unterwegs waren), aber auch viel Ärger über falsche oder mangelhafte oder nicht vorhandene [halbwegs sichere] Informationen.
Jetzt im Nachhinein denke ich beim Lesen dieses Textes ja „war doch ganz harmlos“, aber am Samstag hat die Situation [nicht nur mich] schon sehr genervt.

Ich hatte Freitag tatsächlich kurz überlegt, nicht zu fahren, weil es sich irgendwann auch nicht mehr gelohnt hätte, wenn die Verspätung größer gewesen wäre. Nachdem die Strecke dann wieder teilweise befahrbar war, habe ich es dann aber doch gewagt. Und immerhin war ich nur eine halbe Stunde später da als geplant und netterweise 2,5 min vor Abfahrt des [stündlich fahrenden] Busses :-) Ich gehe die Strecke nach Wehrda zwar auch gerne zu Fuß, aber der Bus ist doch deutlich schneller. Also bin ich gleich nach der Ankunft losgeflitzt und habe den Bus auch bekommen.
Als ich dann mal da war und mich etwas erholt hatte, war ich dann auch froh, dass ich gefahren bin – es war wie immer sehr schön :-).

Verfasst von: Seemädel | 1. September 2017

Radolfzell

Sonntag waren wir dann noch in Konstanz in meiner Gemeinde im Gottesdienst, haben uns dann Pizza besorgt und sie am Seerhein gegessen und sind dann zurück Richtung Auto und Bahnhof gegangen.
Meine Freundin fuhr dann mit dem Zug weiter und ich mit dem Auto nach Hause. Mal wieder zu leckerem selbstgebackenem Hefekuchen mit Äpfeln/ Pflaumen, Streuseln und Sahne (Mamas Kuchen ist und bleibt einfach der beste^^) und abends waren wir im Strandcafé. Wir waren ein paar Minuten eher da und konnten uns draußen noch ein wenig die Beine vertreten.

Und danach musste ich noch packen, weil meine Abfahrtszeit am Montag dank der Probleme bei Rastatt sich um fast 3 Stunden nach vorne verlegt hatte. (Die Ankunftszeit nur um eine, was dazu führte, dass ich also fast zwei Stunden länger unterwegs war als ursprünglich geplant.)
In Hamburg durfte ich dann noch eine sehr spannende Anzeigetafel bewundern:

Schönen Feierabend, Sandra :)

Schönen Feierabend, Sandra :)

Verfasst von: Seemädel | 31. August 2017

Friedrichshafen inkl. Zeppelinmuseum

Samstag war der letzte ganze Tag und wir kamen prompt viel später los als geplant. Eigentlich wollten wir ins Zeppelinmuseum und dann vielleicht kurz in die Stadt und/ oder an den See und dann vielleicht noch ein bisschen in ein Schwimmbad. Letzteres haben wir dann aber doch gestrichen.

Am Zeppelinmuseum ging es erstmal mit einer elendigen Warterei los. Dass wir an einem etwas kühleren Samstag mitten in den Ferien da waren, bedeutete entsprechend, dass es sehr voll war. Und vor allem war nur eine Kasse geöffnet und erst nach einer ganzen Weile kam eine zweite dazu. Wir standen ca. 10-15 Minuten an, die Schlange war hinter uns aber noch auf ein Mehrfaches gewachsen. Und Leute, die die zentrale Warteschlange ignorieren und am Ausgang reingehen, sind mir ja eh die liebsten (inkl. Kassierern, die das meiner Meinung nach kaum übersehen können, aber nichts sagen). Was halt besonders ärgerlich ist, wenn einfach nur die vorhandene (Bodenseerlebnis-)Karte einmal gescannt werden muss…
Fotos habe ich keine gemacht, da ich mir einbilde, dass auf der Tafel an der Kasse das Zeichen für Fotografierverbot stand – laut Internet ist es aber (außer teilweise in den Wechselausstellungen) erlaubt, wobei nicht dabeisteht, wie es mit der Veröffentlichung aussieht. Aber da ich keine Bilder gemacht habe, muss ich es ja auch nicht wissen^^

Dass man wie in manch anderen Museen nur kleinste Taschen mitnehmen darf, fand ich auch nervig. Meine Umhängetasche hat als Grundfläche ungefähr die Maße eines A4-Blatts (ein Block passt gerade so eben rein, ein Ordner schon eher nicht mehr) und ich lasse nunmal nicht gerne Wertsachen in Schließfächern. Man sollte also unbedingt eine ausreichend kleine Tasche mitnehmen, wenn man seine Wertsachen bei sich haben möchte, ohne sie ständig in der Hand zu halten. (Ich würde sie garantiert irgendwann mal „nur kurz ablegen“ und dann vergessen…)

Drinnen haben wir dann gleich weitergewartet, weil es eine ziemliche Schlange für die Besichtigung vom nachgebauten Zeppelin gab. Dass da nicht alle gleichzeitig reinkönnen, ist natürlich klar – nur hätte es sich massiv entzerren lassen, wenn man die Schlange nur durch den Zeppelin führen würde… und die Ausstellung zum Absturz der Hindenburg einfach ein paar Meter weiter platziert. Ich fand den Ausstellungsteil mit Exponaten und Erklärtafeln sehr interessant, hatte beim ausführlicheren Studieren aber immer ein etwas schlechtes Gewissen, weil dadurch andere länger warten müssen, die vielleicht einfach nur einen Blick in den Nachbau werfen möchten.

Man sollte auf jeden Fall viel Zeit einplanen, denn es gibt sehr viele Exponate mit noch mehr Informationen. Für Kinder (und manchen Erwachsenen ;-)) gibt es insbesondere einen Raum, wo einiges ausprobiert werden kann, zum Beispiel zur Konstruktionsweise eines Zeppelins oder zur Tragkraft eines Ballons.

Unser gemeinsames Fazit war allerdings dennoch „muss man nicht nochmal hin“ – zu diesem Ergebnis waren wir bei keiner anderen unserer Aktionen gekommen. Wobei ich sagen muss, dass ich schon zum dritten Mal da war und von daher nur manche Ausstellungsteile neu für mich waren. Aber die – in meinen Augen zumindest zum Teil durchaus vermeid- oder zumindest verringerbare – Warterei war einfach nur nervig.

Danach haben wir unser Essen aus dem Auto geholt. Aus Mangel an Bänken im Schatten haben wir dann auf dem Hafenbahnhof Mittag gegessen, bevor wir ein bisschen in die Stadt und vor allem an den See gegangen sind.
Dort gab es die faszinierende Fontäne im See und viele Blumen und toll glitzerndes Wasser :-). Und ein Tretboot in Autoform und eine Stadtsilhouette unter recht bedrohlich wirkenden Wolken (es blieb aber zum Glück trocken).





Nur leider haben meine Knie mich an dem Tag besonders geärgert, sodass ich das Gehen recht anstrengend fand.

Auf dem Rückweg schafften wir es gerade so eben, zum Sonnenuntergang an der Birnau zu sein. Es ging rasend schnell – ich ließ meine Freundin schonmal aussteigen, bevor ich parkte. Und bis ich bei ihr war, war die Sonne schon fast verschwunden.

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